Vion Food Group Bilanz 2019

Vion stellt sich breiter auf

Der Fleischkonzern Vion blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück und investiert ins Geschäft mit tierischen und pflanzlichen Proteinen.

Eine neue, auf Nachhaltigkeit, Klima- und Tierschutz ausgerichtete Lieferketten-Strategie namens „Building Balanced Chains“ hat für Vion das Geschäftsjahr 2019 geprägt. Der niederländisch-deutsche Fleischkonzern ist überzeugt, so die Anforderungen und Herausforderungen des Marktes für eine gesunde Lebensmittelversorgung zu erfüllen. Vion will in Zukunft Vorreiter sein bei der steigenden globalen Nachfrage nach tierischen und pflanzlichen Proteinen. Das Unternehmen wird mit seiner Strategie verstärkt die Landwirtschaft in die Produktionsketten bis zum Kunden einbinden.

Gute Geschäfte mit Schweinefleisch

Die guten Ergebnisse der Division Pork haben 2019 zu einem insgesamt erfolgreichen Geschäftsjahr für Vion beigetragen. Der Konzern profitierte von der gestiegenen Nachfrage in Asien und seiner bestehenden Infrastruktur in der Region. Aber auch auf den Heimatmärkten und in Europa trug der Schweinefleischsektor zu guten Margen bei.

Die Finanzkennzahlen

  • Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2019 um 390 Millionen (8,4 %) auf 5,1 Milliarden Euro gestiegen. Diese Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die gestiegenen Preise für Schweinefleischprodukte zurückzuführen.
  • Das normalisierte EBITDA betrug 2019 113,2 Millionen Euro im Vergleich zu 60,5 Millionen Euro im Jahr 2018. Dieser Anstieg resultiert aus den Investitionen in den letzten Jahren sowie den guten Ergebnissen der Division Pork.
  • Der Nettogewinn stieg von 10,2 Millionen Euro in 2018 auf 26,6 Millionen Euro im Jahr 2019.
  • Höhere Vieh- und Fleischpreise führten zu einer Erhöhung des Working Capital um 125,5 Millionen Euro.
  • Im Jahr 2019 wurden 54,7 Millionen Euro in verschiedene Produktionsstandorte investiert.

Operatives Geschäft und Kennzahlen zu Corporate Social Responsibility (CSR)

  • Startschuss der neuen Vion-Strategie „Building Balanced Chains“ mit Konzepten für nachhaltige Lieferketten.
  • Investitionen in Höhe von 35 Millionen Euro in den Vion-Standort Boxtel. Dadurch ist eine kürzere Lieferkette in der Produktion von Schweinefleisch entstanden und so eine nachhaltige Arbeitsweise an einem Standort möglich.
  • Vion steht an der Spitze der weltweiten „Business Benchmark on Farm Animal Welfare“ (BBFAW) und ist auch auf dem „Transparenz-Benchmark“ erneut weiter nach oben gerückt.
  • Good Farming Star, Good Farming Balance, Good Farming Organic, De Groene Weg und GQB sind einige Beispiele für die neue Strategie „Building Balanced Chains“.
  • Vion präsentiert „ME-AT“, eine neue Lieferkette im Bereich pflanzlicher Proteine für Einzelhandelskunden.
  • Der Rinderschlachtbetrieb in Leeuwarden wurde zu einer Produktionsstätte für pflanzliche Fleischersatzprodukte umgebaut.
  • Vion legt 18 relevante Themen in der CSR-Politik fest, dabei handelt es sich um elf gesellschaftliche, fünf ökologische und zwei wirtschaftliche Themen. Zu neun dieser Themen hat der Konzern Grundsätze formuliert, die in der Organisation aktiv umgesetzt werden.
  • Einführung des biologischen Kettenkonzepts Good Farming Organic in Deutschland.
  • Der Mischbetrieb (für Schwein und Rind) am Standort Altenburg in Thüringen hat die Schweineschlachtung eingestellt; Vion investiert an dem Standort in die Rinderschlachtung.


CEO Lotgerink: „Gute Ergebnisse, starke Bilanz“

Ronald Lotgerink, CEO von Vion: „Vion blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit guten Ergebnissen und einer starken Bilanz zurück. Zurückführen ist das unter anderem auf die gestiegene asiatische Nachfrage nach Schweinefleisch. Neben der gestiegenen Umsatzentwicklung durch die in Asien herrschende Afrikanische Schweinepest sind die positiven Ergebnisse aber auch auf Investitionen in die Modernisierung einzelner Produktionsstandorte zurückzuführen.“

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