Hotelgäste verlangen immer stärker nach verlässlichen Informationen über das zu buchende Hotel. Viele kommerzielle Anbieter haben hierauf reagiert und bieten dem Hotelier als – vermeintliche – Lösung eine Fülle mehr oder weniger sinnvoller, aber stets kostenpflichtiger Zertifikate an. Der Hotelverband Deutschland (IHA) schiebt dieser Entwicklung nun im Interesse seiner Mitglieder einen Riegel vor. "Zu diesem Zweck veröffentlichen wir als sog. ‘offene Standards’ ein ganzes Set von Verbandsdefinitionen mit anspruchsvollen Anforderungen an spezifische Hotelmarktsegmente, die jedermann zugänglich und kostenlos sind", erläutert Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes, die Strategie. "Wir erhoffen uns hiervon sowohl zum Nutzen der Hotelgäste als auch der Hoteliers einen Marktbereinigungseffekt bei den Zertifizierungen und vor allem mehr Transparenz."
Der Hotelverband beginnt mit den Zielgruppen "Tagungshotels", "Wellnesshotels", "Gourmethotels" und "Barrierefreie Hotels". Ab der nächsten Ausgabe seines Hotelführers "Hotels Deutschland" ermöglicht er seinen Mitgliedern sowohl im Internet als auch in der Buchausgabe bei Erfüllen der Kriterien eine entsprechende Listung. Diese Kennzeichnung erfolgt kostenfrei.
*+z.B.: Gourmethotels*-
Der Hotelverband hat hierzu kein eigenes Bewertungssystem erarbeitet, sondern stützt sich auf die Bewertungen der wesentlichen Restaurantführer und Publikumszeitschriften im Gourmetbereich: Michelin, Gault Millau, Varta-Führer und Schlemmeratlas sowie die Zeitschriften Feinschmecker und Savoir Vivre. Erreichen Hotelrestaurants unter den Verbandsmitgliedern bestimmte Mindestkriterien in einem dieser Führer oder einer dieser Zeitschriften, werden wir sie als "Gourmethotel" gelistet.