Initiative Tierwohl: Warteliste wird kürzer

Die Zahl der nachrückenden Betriebe teilt sich auf in 206 Hähnchenmastbetriebe (109 inländische und 97 ausländische) sowie 73 Putenmastbetriebe (42 inländische und 31 ausländische). Die umgesetzten Tierwohl-Maßnahmen werden voraussichtlich rund 74,3 Mio. Hähnchen und 1,97 Mio. Puten zusätzlich erreichen. Die Gesamtzahl aller Hähnchen und Puten in den Betrieben, die an der Initiative teilnehmen, liegt damit jährlich bei etwa 275 Mio.

 

„Mit dem aktuellen Nachrückverfahren können sämtliche Hähnchen- und Putenhalter aus Deutschland, die auf der Warteliste waren, zum Audit zugelassen werden“, bestätigt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Dass es bei der Initiative vorangeht und wir nach und nach immer mehr Landwirte einbeziehen können, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Auf der Warteliste der ausländischen Hähnchen- und Putenhalter befinden sich derzeit noch 160 Betriebe. „Unser Ziel ist es nach wie vor, möglichst viele Betriebe in die Initiative aufnehmen zu können, damit so viele Tiere wie möglich von den Maßnahmen profitieren können“, so Hinrichs.

 

Möglich ist das Nachrücken der Geflügelhalter, da finanzielle Mittel frei geworden sind: Weitere 4,5 Mio. € kann die Initiative Tierwohl nun jährlich für die Unterstützung geflügelhaltender Betriebe aufwenden. Das zusätzlich zur Verfügung stehende Budget setzt sich zusammen aus Mitteln, die zunächst für den Aufbau der Initiative zurückgestellt worden waren und nicht benötigt wurden, aus aufgelösten Rückstellungen, aus den Beiträgen eines 2015 neu hinzugewonnenen Handelsunternehmens, sowie aus einem freiwerdendem Budget, das zunächst für Betriebe reserviert war, die das Audit nicht bestanden haben.

 

Die nachrückenden Betriebe werden in der Reihenfolge der Warteliste und mit der von ihnen angegebenen Tierzahl sowie den gewählten Kriterien zum Audit zugelassen. Die Höhe der Entgelte bleibt unverändert. Nach Bestehen des Erstaudits erhalten die Geflügelhalter eine Anspruchsberechtigung für zwei Jahre. Neben geflügelhaltenden Betrieben werden auch schweinehaltende Betriebe von der Warteliste nachrücken. Derzeit läuft der Prüfprozess und in wenigen Tagen werden die entsprechenden Tierhalter informiert.

 

Hintergrund: Mit der Initiative Tierwohl wollen sich die Verantwortlichen aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel entlang der Wertschöpfungsketten für Schwein und Geflügel ihrer Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung stellen. Ziel ist eine tiergerechtere Fleischerzeugung.

 

 

Foto: Initiative Tierwohl

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