KIN: Praktika für Flüchtlinge gesucht

Asylbewerbern und -berechtigten bietet das KIN-Lebensmittelinstitut ab November einen einjährigen Lehrgang zum qualifizierten Lebensmittelpraktiker an. Dafür sucht es Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, die den Teilnehmern einen Praktikumsplatz anbieten. Das bundesweit einmalige Pilotprojekt erleichtert den Einstieg ins deutsche Ausbildungssystem. Ziel der Integrationsmaßnahme ist es, praxisorientierte und branchenübergreifende Grundfertigkeiten für die Industrie zu erlangen. Dabei finden im Wechsel Schulungen und betriebliche Praktika statt. Geflüchtete zwischen 18 und 25 Jahren erlangen während des Lehrgangs Fertigkeiten, die zur schnellen Einarbeitung in der Industrie unerlässlich sind. Zum besseren Verständnis der Praxis erwerben sie zudem theoretisches Basiswissen. Durch das Zusammenspiel von praktischer Erfahrung und neu erworbener sprachlicher Sicherheit wird der Einstieg in eine klassische Berufsausbildung erleichtert.

 

Für eine möglichst praxisnahe Berufsorientierung ergänzen sich Schulungen und betriebliche Praktika in Wechselintervallen von sechs Wochen. Der Lehrgang wird von erfahrenen Fachdozenten und Pädagogen betreut. Zu den Zugangsvoraussetzungen zählen ein Status als anerkannter Flüchtling bzw. ein Gestattungsstatus, zudem Sprachkenntnisse (Niveau B1). Diese werden im Laufe des Lehrgangs mit einem grundlegenden Fachvokabular erweitert.

 

„Die neue Qualifikation haben wir nicht nur aufgrund unserer Verpflichtung gegenüber unseren neuen Mitbürgern entwickelt, sondern auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel“, erklärt Axel Graefe, Leiter des Institutes und ergänzt: „Längerfristige Praktika ermöglichen einen Einstieg in unser duales Ausbildungssystem. Die Lebensmittelindustrie benötigt dringend motivierten und lernwilligen Nachwuchs für alle Qualifikationsstufen von der Hilfskraft bis später zum Experten.“ Während des Praktikums verpflegen die Unternehmen die Teilnehmer und bringen sie, je nach Entfernung zum Wohnort, in einer geeigneten Unterkunft unter. www.kin.de

 

Foto: KIN-Lebensmittelinstitut

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