Lammfleisch besser vermarkten

Die Vermarktung von heimischem Lammfleisch will Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gemeinsam mit den Landschaftspflegeverbänden im Freistaat voranbringen. Eine entsprechende Initiative vereinbarte der Minister (im Bild li.) jetzt in Kipfenberg bei einem Treffen mit Beate Krettinger (re.) von der Koordinierungsstelle Bayern des Deutschen Verbands für Landschaftspflege. „Wir wollen bestehende Vermarktungsansätze stärker bündeln und neue Konzepte auf den Weg bringen, um unsere Schäfer nach Kräften zu unterstützen“, so Brunner. Schließlich komme die Beweidung durch Schafe und Ziegen der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt gleichermaßen zugute.

 

Mit der Initiative wollen Minister und Verbände der wachsenden Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln Rechnung tragen. Zwar bieten dem Minister zufolge bereits viele Schäfer ihre Produkte auf Wochenmärkten an, ein landesweit flächendeckendes Angebot im Lebensmittelhandel sei aber noch längst nicht erreicht. Um das zu ändern, will Helmut Brunner unter anderem das Siegel Geprüfte Qualität (GQ) Bayern für Lammfleisch noch stärker bekannt machen. Dazu sind unter anderem Gespräche mit den Handelsketten geplant.

 

Bayern ist mit mehr als 350.000 Schafen und rund 6.200 Schäfern das Schaf-Bundesland Nummer 1 in Deutschland. Zwei der bundesweit drei Ausbildungsstätten für den Schäferberuf befinden sich in Bayern und es gibt eine flächendeckende staatliche Beratung sowie Hilfe bei allen Fragen der Zucht. Über die Flächenförderung und das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) unterstützt der Freistaat die Schäfer laut Helmut Brunner stärker als jedes andere Land.

 

Heuer etwa hat der Minister die Prämien im Kulap nochmals deutlich erhöht und die Wahlmöglichkeiten für die Schäfer ausgeweitet. Offensichtlich zeigt das Wirkung: Die Zahl der Betriebe und Schafe in Bayern steigt nach jahrelang rückläufigem Trend erstmals wieder.

 

 

Foto: StMELF

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