Dies
empfehlen australische und kanadische Wissenschaftler in zwei
unabhängigen Publikationen. Für ihre Untersuchungen verwendeten sie
Fleischproben von infizierten Rindern und Schafen in Form von
Hamburger-Patties und Muskulaturhomogenisaten. Lebern, Nieren und
lymphatisches Gewebe von Kühen mit fortgeschrittener Paratuberkulose
und einer Streuung von MAP im Körper sollten nach Meinung der
Wissenschaftler aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes aus
der Lebensmittelkette entfernt werden. Die Experten fordern weitere
Untersuchungen, um das Risiko für den Konsumenten durch kleine
Mengen an MAP in Rindfleisch abzuschätzen. Die Wissenschaftler
weisen darauf hin, dass Schlachtkörper bei der Schlachtung
unweigerlich mit MAP und anderen Darmkeimen kontaminiert werden.
Ebenso muss mit MAP in Fleisch von an Paratuberkulose erkrankten
Rindern gerechnet werden. Beim Menschen wird MAP für das
Krankheitsbild des Morbus Crohn verantwortlich gemacht. aho/lme