München. Der Pferdefleischskandal war der Hauptdiskussionspunkt beim gestrigen Medientag des Deutschen Lebensmittelhandwerks auf der Internationalen Handwerksmesse in München. „Essen sollte Genuss sein, aber dieser Gedanke kommt in Deutschland leider zu kurz", bedauert der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands und stellvertretende Sprecher, Heinz-Werner Süss. Doch das aktuell wachsende Bewusstsein der Verbraucher beim Einkauf sollten die Handwerksbetriebe für sich nutzen, um zum „Metzger des Vertrauens" in der Öffentlichkeit zu werden. Klare Worte fand Heinz-Werner Süss auch beim vieldiskutierten Thema des Internetprangers: „Wir sagen: Transparenz ja – Pranger nein. Daher fordern wir, die Kontrollorgane in den Ländern zu stärken, damit diese konsequent und risikoorientiert vorgehen können, anstatt auf einen schnell zusammengezimmerten Pranger zu vertrauen, der nach unserer Auffassung mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar ist." Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Wolfgang Schäfer, Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks und der Präsident des Deutschen Konditorenbunds, Gerhard Schenk, stimmten dem voll zu. Das Deutsche Lebensmittelhandwerk sieht die Prognose für das Jahr 2013 positiv, die Vorteile des Handwerks gegenüber der Industrie müssen jedoch weiter genutzt werden. „Die Nähe zum Kunden ist unser großer Vorteil und in diesem Bereich muss noch mehr investiert werden", resümierte Heinz-Werner Süss. www.zdh.de
wit/ Redaktion Fleischer-Handwerk
Quelle: Wittke