Gefluegel EU Deutschland Umsatz Antibiotika

Mehr Geflügel, weniger Antibiotika

Rasantes Wachstum prognostiziert

Europäische Geflügelproduzenten setzen Antibiotika in der Geflügelzucht weiterhin mit Vorsicht ein. Damit erfüllen sie nicht nur die strengen Regularien der Europäischen Union, sondern kommen einem wesentlichen Nachhaltigkeitsziel nach – der sozialen Nachhaltigkeit: Produktionsmethoden, die Tierwohl und Gesundheit großschreiben, sind vor allem für Verbraucher ein wichtiges Kaufargument. Das geht aus einer Pressemitteilung von Sopexa Deutschland hervor.

Die Positionierung von europäischem Geflügelfleisch am Markt setze auf Nachhaltigkeit auf drei Ebenen: Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Soziale Nachhaltigkeit erzielten Geflügelhersteller, indem sie Konsumenten höchste Qualität bei gleichzeitig transparenter Produktion bieten – so auch, wenn es um die Verwendung antimikrobieller Mittel geht.

Europäische Ziele bis 2030

Der Einsatz von Antibiotika werde in der europäischen Geflügelzucht auf ein Minimum reduziert – nach der Devise „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“. Zwar seien Antibiotika ein unverzichtbares Mittel zur Erhaltung gesunder Tiere. Rein präventiv würden Antibiotika in der europäischen Geflügelproduktion jedoch nicht eingesetzt. Als Teil der „Vom Erzeuger zum Verbraucher“-Strategie (From farm to fork) solle zudem der Verkauf von Antibiotika für Nutztiere bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden. Damit komme die Produzenten dem sogenannten „Green Deal“ nach.

Geflügel aus der EU und Deutschland

Der Konsum von Geflügelfleisch innerhalb der Europäischen Union steige weiterhin: Liege der erwartete Umsatz 2023 bei etwa 66,5 Milliarden Euro am Markt, so werde er für das Jahr 2028 auf rund 91Milliarden Euro geschätzt. Dies entspreche einem Umsatzwachstum von etwa 6,49 Prozent pro Jahr.

Auch für den deutschen Markt sei der Fünf-Jahres-Trend positiv. 2023 liege der voraussichtliche Umsatz bei 4,8 Milliarden Euro. Er werde für 2028 auf rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz geschätzt – ein jährliches Wachstum von etwa 3,91 Prozent. Etwa sechs Kilogramm Geflügelfleisch werden laut dem Statistikportal Statista bis Ende 2023 in Deutschland pro Kopf konsumiert worden sein.

Verbraucher schätzten an Geflügel dem nicht zuletzt seine positiven Eigenschaften für eine ausgewogene Ernährung. Denn Geflügel enthält nach dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) von Natur aus viele Proteine und sei somit ein idealer Eiweißlieferant. Geflügelfleisch ohne Haut sorge außerdem für eine gute Kalorienbilanz. Als regionales Produkt sei es für viele Konsumenten erschwinglich. Das mache es auch in Sachen Ernährung besonders nachhaltig.

Über die Kampagne

Eine Zweijahreskampagne zu Geflügelfleisch wird von der Europäischen Union gefördert. Sie wird vom Dachverband AVEC zusammen mit dem deutschen, dem französischen und dem spanischen Geflügelverband umgesetzt. Die Kampagne soll mehr Bewusstsein unter europäischen Verbrauchern und Experten für Nachhaltigkeit in der Geflügelwirtschaft sowie die Erzeugung eines qualitativ hochwertigen Produkts schaffen.

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