Obwohl der Fleischerverband auf der IHM viele politische Gespräche zum Mindestlohn geführt hat, ist davon auszugehen, dass weitere Zollkontrollen bei Unternehmen des Fleischerhandwerks erfolgen werden. Neben der grundsätzlichen Kritik daran sprach BHT-Präsident und Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer die Ungleichbehandlung des Fleischerhandwerks bei den Dokumentationspflichten an. Diese wird von Verbandsseite kategorisch abgelehnt. Die Zahl der politisch Verantwortlichen, die diese Auffassung teilt, steigt. Zugleich ist das Bundesarbeitsministerium bisher zu keinen Veränderungen bereit. Der Fleischerverband Bayern setzt seine Aktivitäten weiter fort, um bei der für die Zeit nach Ostern versprochenen Überprüfung der Regeln doch noch ein Einlenken zu bewirken. Bei den zu erwartenden Zollkontrollen werden durch die Behörden nicht nur die Einhaltung der Regeln des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, sondern auch die erweiterten Vorschriften zum Mindestlohngesetz überprüft. Der Fleischerverband Bayern empfiehlt allen Obermeistern und Innungsgeschäftsstellen, ihre Mitgliedsbetriebe zeitnah über diese Aktivitäten zu informieren, damit die Unternehmen nicht unvorbereitet mit der Kontrolle konfrontiert sind. Für Fragen steht Lars Bubnick, betriebswirtschaftlicher Berater des Fleischerverbandes Bayern, zur Verfügung (Telefon 0821/5 68 61 24; Mail: bubnick@fleischerverband-bayern.de)
Fotos: MEV-Verlag