Der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU, 4.v.re.) stattete der Metzgerei Nießlbeck einen Besuch ab und besichtigte dabei den neuen Anbau im Gewerbegebiet Meilenhofen. Begleitet wurde er dabei vom Landrat Willi Gailler, den Bürgermeistern der Gemeinde Berg Peter Bergler, Christian Lehmeyer und Norbert Nießlbeck sowie dem Landesinnungsmeister des bayerischen Metzgerhandwerks Konrad Ammon (2.v.li.).
Persönlicher Austausch
Im Fokus des Besuchs stand die Besichtigung des neuen Anbaus im Gewerbegebiet Meilenhofen, mit dem die Metzgerei ihre Produktionskapazitäten erweitert und zukunftssicher aufstellt. Die Delegation zeigte großes Interesse an den Investitionen und der Weiterentwicklung des traditionsreichen Familienbetriebs. Nach dem Rundgang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei einer gemeinsamen Brotzeit. Themen wie die Bedeutung des Metzgerhandwerks für die Region, die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen der Branche im Allgemeinen standen dabei im Mittelpunkt. Die Familie Nießlbeck bedankt sich für den Besuch und das damit verbundene Interesse an ihrem Betrieb.
Strom bedarfsgerecht vom Dach

Bekannt wurde die Metzgerei nach der Gründung 1948 durch Anna und Leonhard Nießlbeck für ihre hausgemachten Spezialitäten. Dafür schlachtete das Paar pro Woche zwei Schweine, an Kirchweih oder vor Weihnachten auch mal ein Rind. Heute verarbeiten 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 300 bis 350 Tiere pro Woche und setzen rund 20 Mio. Euro pro Jahr um. Und worin steckt der größte Aufwand? „40 % unseres Strombedarfs brauchen wir für die Kühlung, und das insbesondere dann, wenn es die Sonne besonders gut mit uns meint“, berichtet Tobias Nießlbeck.
Nun sorgt die Sonne für die Kühlung von Fleisch, Schinken, Koch- und Brühwürsten, bevor die Ware vom Produktionsstandort an 18 Filialen sowie etliche Großverbraucher geliefert wird. Möglich macht das eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von knapp 370 Kilowatt peak (kWp). „Äußerst praktisch“, findet das Tobias Nießlbeck, „denn wir bekommen den günstigen Sonnenstrom gerade dann geliefert, wenn wir ihn am nötigsten brauchen. Mit dieser Anlage kommen wir unserem Unternehmensziel einer möglichst ressourcenschonenden Produktion deutlich näher.“ 90 % des Sonnenstroms vom Dach wird der Betrieb selbst verbrauchen. Binnen fünf bis sechs Jahren, die aktuellen Strompreise vorausgesetzt, wird die Anlage ihre Kosten einspielen. Dabei gibt der Hersteller 15 Jahre Produktgarantie und verspricht eine „lineare Leistungsgarantie“ der Module von 25 Jahren. Nun erzeugt die Metzgerei bei ausreichend Sonne bis zu 25 % ihres Strombedarfs selbst