Die Prädikatsweingüter stehen für die Ideale der terroirgeprägten, handwerklichen Weinbereitung. Diese beginnt im Weinberg mit dem Erhalt und der Pflege eines gesunden Bodens als Grundlage für die Erzeugung erstklassiger Trauben. Die Arbeit im Keller vollendet die im Weinberg erreichte Qualität. Technik wird nur so viel wie nötig eingesetzt, auf Hilfs- und Zusatzstoffe wird weitestgehend verzichtet.
Konkret lehnen die Prädikatsweingüter die Anwendung der neuen önologischen Verfahren, also auch den Einsatz von Eichenholzchips, für sich grundsätzlich ab und sprechen sich dagegen aus, diese auch in Deutschland zuzulassen. Unsere Selbstbeschränkung auf traditionelle Weinbereitungsmethoden geht einher mit einer Zulassung von streng gefassten, einzelbetrieblichen Versuchsgenehmigungen, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Diese Weine aus Versuchsanbau tragen kein VDP-Gütesiegel, so Michael Prinz zu Salm-Salm, Präsident der Prädikatsweingüter. Da für Weinbereitungsmethoden keine Deklarationspflicht besteht, kommunizieren die VDP-Güter ihre Selbstbeschränkung als klare Abgrenzung gegenüber der industriellen Weinerzeugung über die VDP-Kapsel mit dem Traubenadler auf jedem Flaschenhals. Prinz zu Salm-Salm:Für uns bleibt Wein ein Produkt welches sich durch Natur, Kultur und traditionelles Handwerk definiert, geprägt von den individuellen Visionen unserer Winzer.