Mittelfranken: Goldene Meisterbriefe

Alle Geehrten haben vor mindestens 35 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt oder ein Ingenieurstudium abgeschlossen und sich seitdem in verantwortlicher Position um ihren Betrieb sowie den beruflichen Nachwuchs verdient gemacht. Lob gab es auch von der gastgebenden Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd. Vor allem in Person von Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich, der auf statistische Einblicke verzichtete und stattdessen auch den Lebenspartnern der Ausgezeichneten seinen Dank aussprach. Für die Handwerksfamilien seien auch die Meisterinnen und Unternehmerfrauen von höchster Bedeutung, ohne sie wäre den Betrieben „so mancher Erfolg versagt geblieben“, betonte er. Die „Goldenen Meister“ hätten sich über Jahrzehnte positiv um die Volks- und regionale Wirtschaft sowie für krisensichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze gesorgt. In diesem Sinne äußerte sich auch der Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, Heinrich Mosler. Mit Fleiß, Pflichtbewusstsein und Ausdauer hätten die Geehrten das Handwerk zu dem gemacht, was es heute ist. Viele der einst ausgebildeten Lehrlinge seien längst selbst Meister, so dass die nun mit Edelmetall betrauten Vertreter der Gewerke „ein Stück Handwerk der Zukunft geschaffen“ hätten. Ungemach droht laut Heinrich Mosler aber seitens der Politik. In unguter Erinnerung sei die Aufhebung der Meisterpflicht in 52 Berufen. Seither hätte sich etwa die Zahl der Fliesenleger in Mittelfranken um 600 % gesteigert, die Zahl der Auszubildenden aber halbiert. Nun will die EU den sogenannten Meistervorbehalt auch bei weiteren Gewerken prüfen. Wohin das führen könnte, sei laut Heinrich Mosler logisch: „Es droht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit“, so der Präsident, der zum Kampf für das duale Ausbildungssystem mit dem Meister als Ausbilder aufrief. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Minister Sigmar Gabriel wisse man dabei auf der eigenen Seite. www.handwerk-mittelfranken.de

 

Im Bild (v.l.n.r.): Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Sebastian Dörr, Handwerkskammerpräsident Heinrich Mosler, Robert Prosiegel, Friedrich Wörlein und Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich

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