„Für den Münchner Metzger ist die Münchner Weißwurst alles“, verkündete der bayerische Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer bei der Weißwurstprüfung 2014 in der Gaststätte Zunfthaus. Insgesamt 29 Proben reichten Münchner Metzgerbetriebe zur Verkostung und Beurteilung ein. Die Proben werden kurzfristig abgerufen, sodass diese nicht extra für den Wettbewerb produziert werden können.
Die beiden Prüfergruppen bestanden aus auswärtigen Metzgermeistern, Veterinären und Verbrauchern. Mit dabei waren Metzgermeister Werner Braun, Obermeister der Innung Dachau-Freising, Metzgermeister Hans Hack aus Haag an der Amper, die Veterinäre Dr. Johann Fischer und Dr. Peter Jaksch, die Wirte Werner Hochreiter und Christian Schottenhammel sowie zwei Verbraucher. Auch die amtierende Weißwurstkönigin Nadja Wittmann probierte fleißig mit. Prominente Unterstützung bekamen die Prüfer durch die vier Kandidaten bzw. deren Vertreter zur Wahl des Münchner Oberbürgermeisters Josef Schmid (CSU), Michael Matter (FDP), Tobias Ruff (ÖDP) und Alexander Reissl (SPD).
Bei der Prüfung standen neben den zu bewertenden Weißwurstproben nicht wie üblich süßer Senf, Brezen und Weißbier auf dem Tisch. Es gab lediglich Wasser und Brot, um die Gaumen der Juroren nicht vom Geschmack der Weißwürste abzulenken. Daneben standen auch die Kriterien Aussehen, Geruch, Äußeres und Konsistenz zur Diskussion. Parallel werden die Proben im Labor Dr. Böhm analytisch getestet.
„Die Weißwurstprüfung wird immer wichtiger“, betonte Georg Schlagbauer, der seine eigene Weißwurst ebenfalls prüfen ließ. „Die Kunden schauen nach den Urkunden. Sie wollen wissen, wo sie gute Qualität bekommen und die Metzger nehmen die detaillierten Bewertungen als Anlass für Verbesserungen.“
Die Ergebnisse der Prüfung werden in der kommenden Woche bekannt gegeben. Dann erhalten die Betriebe auch ihre Urkunden.