Natürliche Kältemittel weit verbreitet


Während der Umsatz in den Bereichen der Weißen Ware (vor allem Kühlschränke und Gefriergeräte) und des Anlagenbaus zurückgegangen ist, konnten die Segmente Autoklima inklusive Transportkühlung und Kälte-Klima-Fachbetriebe zulegen. Die Gesamtzahl der in Deutschland betriebenen Kältesysteme – von der industriellen Großkälteanlage bis zum privaten Kühlschrank – kann damit auf fast 100 Millionen Stück geschätzt werden. In steigendem Maße kommen dabei natürliche Kältemittel, wie Ammoniak und Kohlendioxid zum Einsatz. „Die technische Erzeugung von Kälte ist fester Bestandteil unserer modernen Gesellschaft", so Dr. Martin Niederkrüger, Vorsitzender von Eurammon, der europäischen Initiative für natürliche Kältemittel. „Wir freuen uns, dass sich immer mehr Betreiber und Anwender für natürliche Kältemittel entscheiden, da diese die umweltfreundliche, wirtschaftliche und zukunftsfähige Lösung in der Kältetechnik darstellen."

Große Potenziale im Bereich Transport
Traditionell hoch ist die Verwendung natürlicher Kältemittel in der Lebensmittelbranche. Dort, wo sie in der Produktion von Lebensmitteln in den 60er Jahren durch synthetische Kältemittel verdrängt worden waren, kommen sie bedingt durch den FCKW- und H-FCKW-Ausstieg als Umwelt schonende Alternativen wieder zunehmend zum Einsatz. In der Lebensmittelindustrie wird verstärkt Kohlendioxid bei tiefen Temperaturen eingesetzt. Grosse Potenziale für den Einsatz natürlicher Kältemittel bestehen im Bereich der Transport- und Gewerbekälte sowie in der Klimakälte. Zur Klimatisierung von öffentlichen Gebäuden, wie Flughäfen, Bahnhöfen und Banken werden zunehmend Ammoniak-Großklimaanlagen eingesetzt. In der Fahrzeugindustrie werden natürliche Kältemittel bereits in der Produktion, der Montage sowie zur Klimatisierung von Windkanälen und Motorenprüfständen verwendet. Bei Forschung und Entwicklung von mobilen Klimaanlagen zeichnet sich ein Trend in Richtung Kohlendioxid ab.
Zu unterschiedlichen Aspekten natürlicher Kältemittel wird Eurammon auf der internationalen Fachmesse Kälte, Klima, Lüftung (IKK) vom 8. bis 10. Oktober 2003 in Hannover informieren.

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