Bonn (CMA). Ein neuer Info-Folder erläutert die variationsreiche Verwendbarkeit des Sonnenblumenöls und seine verschiedenen Angebotsformen. Vom gereinigten und veredelten Öl über das kaltgepresste Öl bis zum hoch erhitzbaren Spezialöl werden die wichtigsten Speiseöle aus Sonnenblumenkernen vorgestellt. Abgerundet wird der Folder durch vier Rezeptideen zum Nachkochen von herzhaft bis süß. Interessierte können das Faltblatt “Deutsches Sonnenblumenöl für die kreative Küche” bei der CMA beziehen.
In Deutschland wachsen Sonnenblumen zumeist auf den Feldern klimatisch begünstigter Anbaugebiete Süddeutschlands. Die langen Wurzeln der hoch aufwachsenden Korbblütler durchlüften den Ackerboden und können Bodenstruktur und Bodenfruchtbarkeit verbessern. Die heutigen Zuchtlinien der sonst anspruchsvollen Pflanze benötigen weniger Dünger und Pflanzenschutz und sind damit auch ökologisch wertvoll. Nach der Ernte im Spätsommer wandern die gereinigten, getrockneten und geschälten Kerne in spezielle Schneckenpressen, die einen Ölanteil von etwa 55 Prozent herauspressen. Sonnenblumenöl hat mit etwa 60 Prozent Linolsäure einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die essentiell für den menschlichen Körper sind. Zudem liefert es das Schutzvitamin E. Bereits zwei Esslöffel Sonnenblumenöl pro Tag decken den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ermittelten Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin E.
Üblicherweise wird Sonnenblumenöl in raffinierter Form angeboten, d.h. es wird von Farb- und Geschmacksstoffen gereinigt und so haltbar gemacht – während die gesunden Fettsäuren und Vitamine voll erhalten bleiben. Native Öle werden “kalt gepresst” und anschließend lediglich gefiltert. Neu im Handel ist ein Sonnenblumen-Spezialöl aus sogenannten High Oleic-Sorten. Es enthält sehr viel hoch erhitzbare Ölsäure und ist ideal zum Fritieren geeignet.
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 21.000 Hektar und in der Europäischen Union insgesamt mehr als 1,8 Millionen Hektar Sonnenblumen zu Speisezwecken angebaut. Dies entsprach einer Erntemenge von 52.000 Tonnen bzw. 3,14 Millionen Tonnen in der EU. Die größten Anbauflächen hält Spanien mit 841.000 Hektar, gefolgt von Frankreich mit 656.000 Hektar Sonnenblumen zur Lebensmittelerzeugung.