Optimierte Absatzprognosen für den LEH

Der Spezialist für Optimierungssysteme. Inform, präsentiert mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie Prognosix ein Forschungsprojekt, das sich mit Absatzprognosen im Lebensmittelhandel beschäftigt. Das Ziel ist es, mit der Optimierung von Planungsprozessen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, die Verfügbarkeit der Produkte zu verbessern, Produktionsprozesse planbarer zu machen sowie Transport- und Lagerkosten zu minimieren. Unter Einsatz mathematischer Algorithmen forscht ein interdisziplinäres Team aus Vertretern der Zürcher Hochschule und der im Projekt beteiligten Unternehmen. Seitens der ZHAW beteiligen sich drei Forschungsgruppen aus dem Institut für Angewandte Simulation, dem Institut für Wirtschaftsinformatik sowie dem Institut für Marketing Management und profitieren von einer Förderung des Projektes durch die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Schweizer Bundes. „Wir haben soeben eine erste Projektphase hinter uns, in der bestehende Datensätze, die uns Schweizer Lebensmittelhändler und -hersteller zur Verfügung gestellt haben, aufbereitet wurden. Auf Basis dieser Daten konnten wir bereits einige vielversprechende Algorithmen entwickeln, die sehr gute Ergebnisse für Absatzprognosen von Artikeln im Früchte- und Gemüse-Sortiment liefern“, so Dr. Peter Kauf, Geschäftsführer der PrognosiX AG. Als eine Grundlage zur Optimierung der Algorithmen dient die Bestandsoptimierungssoftware add*One von Inform. Dabei handelt es sich um ein Add-on-System, das vorhandene ERP- und Warenwirtschaftssysteme um präzise Prognosen, kostenoptimierte Bestellvorschläge sowie ein effektives Controlling ergänzt. Der Handel muss heute mehr denn je den hohen Ansprüchen der Verbraucher gerecht werden. Die Herausforderung für Händler besteht darin, beste Qualität zu garantieren, die jederzeit verfügbar ist. „Wir sehen großes Potenzial darin, Absatzprognosen insbesondere für die Lebensmittelindustrie zu optimieren und wir freuen uns, dass wir mit PrognosiX und der ZHAW gemeinsam an einer nachhaltigen Lösung arbeiten“, so Dr. Ulrich Dorndorf, Leiter Zentrale Entwicklung bei Inform.

 

Relevante Einflussfaktoren identifizieren und miteinbeziehen

Absatzprognosen haben insbesondere für die Lebensmittelbranche einen hohen Stellenwert. Das Besondere bei der Planung von Lebensmitteln ist, dass große Datenmengen (wie Promotionen von bestimmten Artikeln) sowie externe Faktoren berücksichtigt werden müssen. Letztere beziehen sich etwa auf die Wetterlage, den Wochentag oder das Kaufverhalten, wenn z. B. Feiertage folgen und tendenziell eher mehr eingekauft wird „Gerade der Verkauf bzw. die Verfügbarkeit von Früchten wie etwa Beeren ist stark vom Wetter abhängig. Für derartige Prognosen spielen Faktoren wie Luftdruck, Sonnenscheindauer oder auch Temperatur eine mitentscheidende Rolle, die Voraussagen spannend machen“, meint Prof. Dr. Thomas Ott, Leiter des Forschungsprojekts seitens der ZHAW.

 

Datensätze optimal evaluieren

Das Projektteam arbeitet mit Datengrundlagen, die von Schweizer Nahrungsmittelhändlern und -produzenten zur Verfügung gestellt wurden. So werden z. B. bestehende Datensätze aus 2014 herangezogen und ins Entwicklungssystem integriert. Da erste Absatzzahlen aus 2015 für die untersuchten Artikel vorliegen, ist ein direkter Vergleich möglich. So lässt sich erkennen, welchen Mehrwert die neu entwickelten Algorithmen für die Absatzplanung bringen können. Diese Ergebnisse sind für die Weiterentwicklung der Algorithmen entscheidend. Das Team arbeitet zurzeit an der Entwicklung eines Softwareprototypen auf Basis der neuen Algorithmen. Dieser soll im August 2015 umfassend evaluiert werden, um die Algorithmen geschäfts- und artikelspezifisch weiter zu optimieren. „Unser Ziel ist es, eine Software zu entwickeln, die vielfältig einsetzbar ist und in jedes beliebige Warenwirtschaftssystem integriert werden kann“, konstatiert Dr. Peter Kauf. www.inform-software.de, www.zhaw.ch

 

Foto: Shutterstock 06photo

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