reffiSchaf Brandenburg Innovationspreis 2025

Preisgekröntes Schaffleisch

ReffiSchaf gewinnt Brandenburger Innovationspreis 2025

Zweite Auszeichnung für „reffiSchaf“: erst der pro agro Marketingpreis, jetzt der Brandenburger Innovationspreis. Das Projekt rund um nachhaltige Schaffleischprodukte überzeugt mit Innovationsgeist und regionalem Mehrwert.

Den renommierten Preis erhielt das Team für die zukunftsorientierte Arbeit an einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für Schaffleisch sowie die entstandenen Produktinnovationen. Die Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH (FFG), verantwortlich für die Produkt- und Verfahrensentwicklung im Projekt, hat sich gemeinsam mit den fleischverarbeitenden Betrieben Biomanufaktur Havelland GmbH und Gut Hirschaue beworben.

„Endlich Aufmerksamkeit“

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Produkte und das Thema Weideschaffleisch endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Es ist schön zu sehen, dass die Jury erkannt hat, welches Innovationspotenzial und welcher gesellschaftliche Mehrwert in unserem Projekt und den Produkten stecken“, sagt Peter Schmidt (Projektkoordination der FÖL).

Ziel des Projekts ist es, den Markt für Schaffleisch durch attraktive Produkte und moderne Vermarktungskonzepte neu zu beleben. Ein Vorhaben, das nun Anerkennung auf regionaler Ebene findet. Im Zentrum steht die ganzheitliche Verwertung des Tieres, die durch die Entwicklung vielfältiger Schaffleischprodukte ermöglicht wird.

Innovative Verfahren mit pflanzlichen Zutaten

„Hierfür kommen innovative Verfahren zum Einsatz, die das oft als intensiv empfundene Schafaroma durch pflanzliche Zutaten wie Ingwersaft, Gewürze und Gemüse gezielt reduzieren, um geschmacklich möglichst viele Verbraucherinnen und Verbraucher anzusprechen“, so Alina Nietsch (FFG).

Ein herausragendes Beispiel ist die neu eingeführte Bio-Schafbratwurst, die bereits erfolgreich im Handel platziert wurde. Mit einem Gemüseanteil von 20 Prozent bietet die Bratwurst nicht nur ein einzigartiges Geschmacksprofil, sondern weist im Vergleich zu Produkten aus 100 Prozent Fleisch auch verbesserte Nährwerte auf. Damit spricht sie auch Verbraucherinnen und Verbraucher mit bewussterem Fleischkonsum an.

„Spannende Produkte und Ideen“

„Wir als Biomanufaktur Havelland sind stolz darauf, Teil des Projekts zu sein und unsere Ideen und Netzwerke mit einbringen zu können. Als regionaler Bio-Fleischverarbeiter sind wir immer auf der Suche nach neuen, spannenden Produkten und Ideen für regionale Wertschöpfung“, so Thomas Schubert, der Geschäftsführer der BMH, welcher als Fleischermeister und Fleisch-Sommelier auch die Produktentwicklung vorantreibt.
Ähnlich sieht dies Henrik Staar, Geschäftsführer des Gut Hirschaue und selbst Metzgermeister: „Wir beschäftigen uns schon länger mit der Verwertung von Fleisch vom Brandenburger Weideschaf und freuen uns über das Projekt als Mitstreiter und den gemeinsamen Austausch zu Produktideen und der passenden Rezeptur.“

ReffiSchaf leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung des regionalen Lebensmittelangebots, sondern stärkt zugleich die brandenburgischen Schäfereien und trägt aktiv zum Erhalt der Kulturlandschaft bei. Mit der Auszeichnung wird das Engagement aller Projektbeteiligten gewürdigt, die sich mit Innovationsgeist und regionaler Verantwortung für eine nachhaltige Fleischwirtschaft einsetzen.

Im Bild oben (von li.): das „reffiSchaf“-Team Sascha Rohn (TU Berlin), Jenny Wagner (FFG), Peter Schmidt (FÖL), Veronika Killian (FÖL), Thomas Schubert (BMH), Katrin Metka (BMH), Alina Nietsch (FFG), Doreen Sparborth (FFG), Daniel Keller (Minister für Wirtschaft) und Henrik Staar (Gut Hirschaue).

Das Projekt in zwei Sätzen

Das Projekt „reffiSchaf“ wird von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL), der Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH (FFG) und weiteren Praxispartnern durchgeführt. Es verfolgt das Ziel, eine Wertschöpfungskette für Schaffleisch in der Region aufzubauen.

Weitere Informationen

Projektwebseite: www.reffischaf.de
Instagram: @reffischaf
Pressemeldungen der FÖL: www.foel.de/presse/

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