
Die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK), die der Fleischerverband Hessen alljährlich in allen hessischen Innungen durchführt, zählt zweifellos zu den wichtigsten und begehrtesten Dienstleistungen des Verbandes.
Die große Zahl der eingereichten Proben zeigt jedes Mal, dass diese Qualitätsprüfung bei den teilnehmenden Betrieben eine hohe Wertschätzung genießt. Aber auch von den Kunden der Fleischer-Fachgeschäfte wird die dazugehörige Urkunde Qualitätsprodukt aus Hessen beachtet und als Beleg für hochwertige Fleischerzeugnisse geschätzt.
Entscheidende Grundlage für diesen Stellenwert der freiwilligen Selbstkontrolle ist die Tatsache, dass sich die teilnehmenden Betriebe darauf verlassen können, dass die eingereichten Produkte von geschulten und qualifizierten Prüfern fachlich einwandfrei geprüft und bewertet werden.
Um dies auch in Zukunft auf hohem Niveau gewährleisten zu können, hat der Fleischerverband Hessen jetzt in der Stadthalle in Friedberg eine Sensorik-Intensivschulung durchgeführt. Zwar sei, so Landesinnungsmeister Eckhart Neun in seiner Begrüßungsansprache, schon der Meisterbrief im Fleischerhandwerk ein Beleg für besondere Qualifikation und befähige zu einem sicheren Urteil. Doch gehe es dem Verband darum, die FSK-Prüfer noch weiter zu qualifizieren und mit den speziellen Anforderungen der hessischen Prüfung vertraut zu machen.
Geleitet wurde die Schulung in Friedberg von Dr. Wolfgang Lutz, Wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Fleischer-Verbandes. Unterstützt von Axel J. Nolden, dem neuen DFV-Fachberater, führte Dr. Lutz die rund zwanzig aus ganz Hessen angereisten Fleischermeister zunächst in die Grundlagen der Sensorik ein. Anhang praktischer Übungen trainierten die Teilnehmer, auch kleine geschmackliche Nuancen zu erkennen und zu beurteilen.
Anschließend wurden die Prüfbogen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft sowie des Fleischerverbandes Hessen ausführlich vorgestellt und erläutert, bevor es dann zur praktischen Verprobung zahlreicher Wurstsorten ging. Dabei wurden alle Urteile intensiv diskutiert und die Bewertungskriterien erläutert. Dr. Lutz betonte, dass es nicht auf die individuellen Geschmacksvorlieben ankäme, sondern ausschließlich auf objektive Maßstäbe. Wenn eine Wurst nicht gefiele, man aber nicht klar definieren könne, woran es läge, dann dürften keine Abzüge gemacht werden.
Mit den Absolventen dieser Schulung, die zur Bestätigung Ihrer erfolgreichen Teilnahme eine Urkunde erhielten, verfügt der Fleischerverband Hessen auch in Zukunft über ein großes Reservoir kompetenter Prüfer, die bei den FSK-Terminen in den hessischen Innungen zum Einsatz kommen werden.