Bonn (AMI). Nachfrage-Impulse aus dem In- und Ausland sowie die nicht bedarfsdeckenden Stückzahlen werden meist als Gründe ins Feld geführt. Die rege Nachfrage nach deutschen Schlachtschweinen unter anderem aus Polen, sowie die gute Nachfrage nach Schweinefleisch im Inland wirkten seit Ende Juli preistreibend. Gleichzeitig fällt das Schlachtaufkommen gegenüber dem Vorjahr kleiner aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im 1. Halbjahr 2012 laut vorläufigen Zahlen 28,9 Mio. Schweine geschlachtet, das ist ein Minus von 253.000 Tieren oder 1 %. Dies entspricht auch weitestgehend dem Verlauf in den meisten europäischen Ländern. In der Bundesrepublik sind von den rückläufigen Schlachtzahlen vor allem die neuen Bundesländer betroffen, in denen diese im Mittel um 14 % zurück gingen. Mitte August lag das Schlachtaufkommen laut amtlicher Meldungen sogar bundesweit 5 % unter Vorjahresniveau.
Allerdings liegt nicht nur der Vereinigungspreis auf Rekordkurs. Auf Grund weltweit schlechter Ernten stiegen auch die Preise für Futtermittel bis August fast wöchentlich an. Alleine der Preis für Sojaschrot stieg dabei seit Jahresbeginn um etwa 50 %. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. In Folge dessen werden 2012, trotz des momentan hohen Preises für Schlachtschweine, mit Sicherheit keine Rekordgewinne für Schweinemäster zu erzielen sein. Vielmehr sind, auch im Hinblick auf die neuen Auflagen im Tier- und Umweltschutz zum Jahreswechsel, erschwerte wirtschaftliche Bedingungen zu schultern. www.ami-informiert.de
mth/ Redaktion fleischnet.de
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