Die heiße Phase für den 13. Rhöner Wurstmarkt in Ostheim vor der Rhön hat begonnen. Rund zwei Monate vor dem feierlichen Wurstanschnitt durch Bundesernährungsminister Alois Rainer laufen in die Vorbereitungen auf Hochtouren. Unter dem Motto „Zukunft des Metzgerhandwerks” rückt die deutschlandweit einzigartige Freiluftmesse am 10. und 11. Oktober die Perspektiven einer Branche in den Mittelpunkt, die sich zunehmend auf Qualität, Regionalität und Spezialisierung konzentriert. Der Rhöner Wurstmarkt findet alle zwei Jahre statt. 50 Aussteller präsentieren in diesem Jahr Spezialitäten aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön: 21 Metzgereien, 8 Direktvermarkter, 5 Edelbrenner, 4 Brauereien, 3 Winzer und 2 Bäckereien. Auch neue Anbieter sind dabei.
Metzger-Statements
Steigende Kosten, Fachkräftemangel und veränderte Konsumgewohnheiten stellen das Metzgerhandwerk vor Herausforderungen. Zugleich sehen Betriebe gute Zukunftschancen – wenn sie konsequent auf Qualität, Regionalität und Spezialisierung setzen. „Wer erfolgreich sein will, muss seine eigene Nische finden und konsequent weiterentwickeln. Qualität und Regionalität sind heute entscheidender denn je“, sagt der Ostheimer Metzgermeister Andreas Ortlepp, Mitglied im Organisationsteam des Rhöner Wurstmarkts.
Auch Barbara Fink, Obermeisterin der Metzgerinnung Main-Rhön, sieht gute Perspektiven: „Wer sein Handwerk beherrscht und hochwertige Produkte herstellt, hat auch künftig sehr gute Chancen.“ Und ihr Kollege Johannes Dietz aus Mellrichstadt fügt hinzu: „Der Erfolg liegt auch im fairen Miteinander durch gegenseitige Empfehlung statt eines harten Konkurrenzkampfes.“ Wichtig sei insbesondere mehr Anerkennung für das Handwerk, sagt die Metzgermeisterin. Nur so könne man auch erfolgreich wieder Nachwuchs für das Genusshandwerk gewinnen.
Nationalmannschaft, Blutwurst-Prämierung und mehr
Erstmals zeigen Mitglieder der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks ihr Können und informieren über Ausbildungsberufe. Weitere Programmpunkte sind die Wurstprämierung der Blutwurst in der Schweinekrause, moderierte Brotzeiten, Kinderangebote, Kirchenburgführungen, Livemusik und der verkaufsoffene Sonntag. Der 13. Rhöner Wurstmarkt will Verbraucherinnen und Verbrauchern den guten Geschmack handwerklich und nachhaltig erzeugter Wurst- und Schinkenspezialitäten inklusive ihrer Begleiter vor Augen führen. www.rhoener-wurstmarkt.de
Im Bild ganz oben: Beim Organisationteam des Rhöner Wurstmarkts laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vorne von links: die Metzgermeister Barbara Fink, Andreas Ortlepp und Johannes Dietz mit Dr. Doris Pokorny (Leiterin der Bayerischen Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön), Steffen Malzer (1. Bürgermeister Ostheim vor der Rhön). Hinten von links: Franziska Friedrich (Tourist-Info). Ulrich Waldsachs (ehemaliger Bürgermeister Ostheim vor der Rhön), Karina Werner (2. Bürgermeisterin), Julia Rösch (Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)
Im Bild unten: Die Rhöner Metzgerinnen und Metzger (im Bild v. li.) Andreas Ortlepp, (Ostheim vor der Rhön) Obermeisterin Barbara Fink (Fladungen), Johannes Dietz (Mellrichstadt) setzen auf Spezialisierung, Regionalität und handwerkliche Qualität.
