Salami & Schinken sind keine Urlaubsmitbringsel

Eine leckere ungarische Salami direkt vom Erzeuger, schmackhafte Wildschweinwurst aus Rumänien oder delikates Rindfleisch aus Japan: Was das kulinarische Herz der Daheimgebliebenen erfreuen könnte, kann sich als tickende Zeitbombe bezüglich der Einschleppung einer Tierseuche entpuppen. Aus diesem Grunde warnt die Bundestierärzekammer ausdrücklich davor, Fleisch und Wurstwaren sowie Jagdtrophäen wie Wildschweinfelle aus dem Urlaub nach Deutschland einzuführen.

 

„Außerhalb Europas, in Drittländern, aber auch im Baltikum und in Polen gibt es immer noch Ausbrüche klassischer Tierseuchen, die hier lange nicht mehr aufgetreten sind. Dazu gehört aktuell vor allem die Afrikanische Schweinepest (ASP). Um die Einschleppung der Seuche, die sich immer weiter Richtung Westen ausbreitet, zu vermeiden, ist die Einfuhr von Fleisch sowie daraus hergestellten Erzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern verboten“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer.

 

Hochgefährlicher Schweinepest-Virus

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ist sehr widerstandfähig und bleibt wochen- bis monatelang infektiös. Epidemien können sich rasch länderübergreifend ausbreiten und zu hohen Tierverlusten führen. Aus tierseuchenrechtlichen Gründen muss im Falle eines Ausbruchs die Tötung ganzer Bestände angeordnet werden, was neben dem Leid für die Tiere einen katastrophalen wirtschaftlichen Schaden für die Landwirte darstellt. Tiedemann: „Das Virus, das die Afrikanische Schweinepest auslöst, kann auch in gefrorenem, gepökeltem oder geräuchertem Fleisch und Wurstwaren überleben. Die Erreger können außerdem über Jagdtrophäen eingeschleppt werden.“

 

Reisende sollten außerdem strikt darauf achten, Speise- und vor allem Wurstreste auf Parkplätzen an Autobahnen oder Fernstraßen nicht einfach wegzuwerfen, sondern stets in geschlossenen Müllbehältern zu entsorgen. Wildschweine z. B. fressen achtlos entsorgte Essensreste und infizieren sich so mit dem Virus. Weil die Afrikanische Schweinepest auf diesem Wege verbreitet wird, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) reagiert: An Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen gibt es auf Plakaten in mehreren Sprachen Hinweise zum Thema. Detaillierte Infos zur Einfuhr von Lebensmitteln gibt es hier.

 

 

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Meist gelesene Artikel

News
Münchner Neujahr mit „Mama Bavaria”
News
Die Wölfe heulen jetzt englisch
News
Butcher Wolfpack-Casting
News
Von Endori zu Livekindly
News
Seydelmann eröffnet neuen Showroom

Das könnte Sie auch interessieren:

11. Bayerische Weißwurstkönigin gesucht

Zum 11. Mal sucht die Metzger-Innung ArberLand im Bayerischen Wald eine Bayerische Weißwurstkönigin. Sie wird am Geburtstag der Weißwurst, am...
Matthias Miege GM Livekindly

Von Endori zu Livekindly

Matthias Miege ist neuer General Manager von Livekindly für den deutschsprachigen Raum (DACH)....

Münchner Neujahr mit „Mama Bavaria”

Beim Neujahrsempfang der Metzger-Innung München bilanzierte Obermeister Andreas Gaßner das Jahr 2025, begrüßte allerhand Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft...
GEA Pilotanlage Fermentation Nizo

Fehlender Mosaikstein kommt von GEA

Der Düsseldorfer Konzern GEA Group liefert Linie für Präzisions- und Biomassefermentation an BFF, Pilotbetrieb ab 2027 geplant....
Wolf Firmengruppe Morliny Foods

Die Wölfe heulen jetzt englisch

Die Übernahme der Wolf Firmengruppe durch Morliny Foods ist abgeschlossen, Standorte sollen erhalten bleiben....
Wintergrillen

Spaß im Winter mit dem Grill

Gasauswahl, Flaschengröße, Reinigung und Standort: Diese Faktoren sind in der Wintergrill-Saison entscheidend....