Salfett statt Palmfett

Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit gelang es dem Saarbrücker Gewürzhersteller Eppers den ölhaltigen Samen des Salbaums technologisch so aufzubereiten, dass er Palmfett hinsichtlich Geschmack und Qualität übertrifft. „Salfett“ wird mittlerweile in fast allen Produkten des Herstellers eingesetzt. Die Tragweite dieser Entwicklungsleistung wird erst durch die Benennung des Gegenspielers offensichtlich: Palmfett. Dieses zählt zu den ökologisch umstrittenen Rohstoffen und ist in etwa 50 % aller gängigen Lebensmittelprodukte enthalten. Für seine Erzeugung werden riesige Flächen des Regenwaldes gerodet. An deren Stelle treten die Monokulturen der Palmölplantagen. Die kurzfristigen wie langfristigen Folgeschäden für Mensch, Tier und Umwelt sind weltweit enorm. Nur wenige Unternehmen verkündeten bisher die Absicht, in Zukunft auf Palmfett zu verzichten oder ihre Produktion umzustellen. Eppers hat hier Pionierarbeit geleistet. „Salfett“ stammt von den Früchten des Salbaums, der in natürlich gewachsenen Wäldern von der ländlichen Bevölkerung in Indien von Hand aufgelesen und gesammelt wird. Kein Baum muss gefällt und keine Artenvielfalt zerstört werden. In der Dürreperiode von Juni bis Juli hilft diese Tätigkeit, die Existenz der Menschen vor Ort zu sichern. Bis Palmfett aber endgültig die Bühne verlassen muss, wird noch einige Zeit vergehen. Doch auch hier wird der Druck von Seiten der Öffentlichkeit zunehmen und das Problembewusstsein der Verbraucher steigen. Dann wird man sich auch für den Salbaum interessieren. www.eppers-gewuerze.de

Fotos: Rosemarie Eppers e.K.

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