Die Münchner Metzgerei des ehemaligen bayerischen Landesinnungsmeisters und Präsidenten des Bayerischen Handwerkstages, Georg Schlagbauer, ist insolvent. Sie bestellte bereits im Juni den Münchner Rechtsanwalt Matthias Hofmann zum Insolvenzverwalter.
Davon betroffen seien die beiden Metzgereifilialen in der Waltherstraße sowie am Münchner Viktualienmarkt, meldeten die Süddeutsche Zeitung und die Münchner Abendzeitung, welche die Rotlicht- und Drogen-Affäre Georg Schlagbauers (45) im Juni 2016 ans Tageslicht brachte. Der Insolvenzverwalter teilte gestern auf Anfragen mit, dass dieser „aus einer persönlichen Vergangenheit Schulden hat, denen er derzeit nicht gerecht werden kann“. Nach seinen Information liefen die Metzgereien „gut“, was eine „gute Ausgangslage für eine Lösung“ darstelle. Er sieht eine reelle Chance alle neun Arbeitsplätze zu erhalten und die beiden Filialen weiterzubetreiben.
Ziel des Insolvenzverfahrens sei es „den Gläubigern eine Lösung im Rahmen eines Insolvenzplans vorzuschlagen“. Die Mitarbeiter erhalten ihre Löhne zunächst über die Arbeitsagentur. „Die Lieferanten stehen hinter Schlagbauer, und die Kunden der Metzgerei werden weiter wie gewohnt dort einkaufen können“, so der Rechtsanwalt. Die Metzgerei von Georg Schlagbauers Eltern im Glockenbachviertel sei nicht davon betroffen. Matthias Hofmann rechnet innerhalb des nächsten Monats damit, dass das Verfahren eröffnet wird. Bis auf weiteres geht es in den beiden Metzgereien nur unter der Aufsicht des Insolvenzverwalters weiter.
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