Tönnies hat die breite Nutzung von Werkverträgen in der Branche verteidigt. „Das System Werkverträge zu verteufeln, würde uns das Genick brechen”, sagte der Geschäftsführer von Deutschlands größtem Schweinefleischverarbeiter Clemens Tönnies. Von bis zu 6.000 Beschäftigten am Standort Rheda-Wiedenbrück seien rund 2700 fest angestellt, erklärte Tönnies. „In Deutschland finden wir für die schwere Arbeit keine Mitarbeiter in der Güte und Masse”, sagte Tönnies. Der Markt sei leer gefegt. „Ich würde jeden, der will, morgen fest einstellen.“ Die meisten über Werkverträge Beschäftigten, die über Subunternehmer aus Polen, Rumänien und Bulgarien in die Schlachtbetriebe gebracht würden, wollten aber auf begrenzte Zeit so viel wie möglich in Deutschland verdienen, um sich anschließend in der Heimat eine Existenz aufzubauen. Ohne das System Werkverträge könne man die werke nur ins Ausland verlagern, sagte Tönnies.