Transparenz sichert Qualität

Bonn. Bei der zweiten Bonner Runde trafen sich am 5. November Experten des deutsch-niederländischen Schweinesektors zum gemeinsamen Austausch. Organisator ist die niederländische Wirtschaftsgruppe Vieh und Fleisch (PVV). Die Themen: Transparenz und Informationsaustausch im Schweinesektor.

Mit der Bonner Runde verfolgen Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Tiermedizin und Landwirtschaft länderübergreifend ein gemeinsames Ziel: die Zusammenarbeit stärken und Potenziale ausschöpfen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Zum Auftakt der Kommunikationsplattform im April dieses Jahres wurden optimierfähige Bereiche in der deutsch-niederländischen Schweinewirtschaft definiert. Das heutige zweite Treffen der Experten diente dazu, konkrete Maßnahmen für die Praxis festzuzurren.

Prozesse optimieren, Qualität steigern
„Gegenseitiger Austausch von Wissen und Information ist, gerade bei zunehmender Spezialisierung einzelner Bereiche der Produktionskette, immens wichtig. Nur so können wir alle am Prozess beteiligten Abläufe immer weiter optimieren und beste Qualität anbieten", betont Drs. Jos Jongerius, Sekretär der Wirtschaftsgruppe Vieh und Fleisch (PVV) und Initiator der Bonner Runde. Erklärtes Ziel der Teilnehmer ist daher auch die intensive Zusammenarbeit und eine langfristig ausgerichtete Beziehung. Dazu gehöre auch eine gemeinsame Positionierung. „Es ist wichtig, dass wir in die gleiche Richtung schauen", so Jongerius.

Effizienzsteigerung durch Transparenz
Themenschwerpunkt der zweiten Bonner Runde war neben der Produktqualität die Transparenz. Durch intensiven Austausch von Daten auf allen Produktionsebenen will man eine Effizienzsteigerung erreichen. Und zwar sowohl in ökonomischer Hinsicht, als auch im Hinblick auf die Aspekte Tierwohlsein und -gesundheit.
Erste Meilensteine sind hier etwa die Auslieferung des Gesundheitspasses Ferkel und die Einrichtung von Datenbanken, damit relevante Informationen für Lieferanten und Abnehmer von Tieren verfügbar sind. Was aber fehle, so Jongerius, seien länderübergreifende, einheiltliche Standards. Eine Rückkopplung der Daten und die Analyse des Bedarfs seien wichtig, um Voraussetzungen des Marktes zu erfüllen. Nur einer der Punkte auf der Agenda, die die Experten intensiv diskutierten.

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