Mit 80 Jahren verstarb am 3. Januar 2016 nach langer Krankheit der Staatssekretär a.D., Metzgermeister, Schulgesellschafter und langjährige Leiter der 1. Bayerischen Fleischerschule Landshut, Dr. Herbert Huber. Zu den Stationen seines Lebens zählten das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, eine zweijährige Metzgerlehre beim Gründer der Landshuter Fleischerschule, Max Schöner, die Meisterprüfung an der Handwerkskammer Passau sowie das Examen zum Diplom-Kaufmann an der Uni München. Schon während des Studiums war er als Dozent in betriebswirtschaftlichen Fächern an der HWK und als Fachlehrer an Fleischerschule Landshut tätig und leitete diese von 1967 bis 1991. Nach der Umwandlung in eine GmbH 1992 blieb er bis zum Tod Hauptgesellschafter. In seiner aktiven Zeit bereitete er rund 16 000 junge Handwerker aus dem In- und Ausland auf die Meisterprüfung vor. 1988 promovierte er zum Dr. rer.pol. an der Universität Regensburg.
Auch in vielen politischen und ehrenamtlichen Funktionen war der Verstorbene engagiert, z. B. als CSU-Mitglied des Landshuter Stadtrats, Mitglied des Bayerischen Landtags und des Kabinetts als Staatssekretär im Innenministerium (1990-1993) oder als Staatssekretär im Umweltministerium (1994-1995). Der Allrounder und dreifache Vater arbeitete in zahlreichen Gremien von THW bis Sparkasse, war Mitglied der Bundesversammlung, des Rundfunkrats, Aufsichtsrat der Bavaria Film und Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern.
Zeitlebens setzte sich der Handwerksmeister und Unternehmer für das Metzgerhandwerk ein und erhielt u.a. 1995 den Goldenen Meisterbrief der HWK Niederbayern/Oberpfalz, Bayerischen Verdienstorden (1980), das Bundesverdienstkreuz am Bande (1984) und 1. Klasse (1988), die Ehrengoldmedaille der HWK (1996) und das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2009). www.fleischerschule-landshut.de
Foto: PR