Deutscher Bundestag Berlin

VDF macht Friedrich Merz Beine

Verband wünscht sich schnelle Regierungsbildung

„Deutschland braucht jetzt schnell eine handlungsfähige Regierung, die die großen Herausforderungen insbesondere im Bereich der Wirtschaftspolitik annimmt und sich klar zum Tierhaltungsstandort Deutschland bekennt“, fordert Steffen Reiter, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Fleischwirtschaft e.V. (VDF): „Vor allem der oft zitierte Bürokratieabbau muss endlich angepackt werden, damit der Tierhaltungsstandort Deutschland nicht weiter an Wettbewerbsfähigkeit verliert und die tägliche Produktion frischer und regionaler Lebensmittel auch weiterhin gewährleistet werden kann.“

Tierhaltungskennzeichnung korrigieren

Als besonders drängend sieht der Verband Korrekturen im Bereich der Tierhaltungskennzeichnung an. „Wir wollen Tierwohl engagiert und aktiv weiterentwickeln, wie es die Wirtschaft bereits seit zehn Jahren mit der Initiative Tierwohl tut. In der vorliegenden Form behindert das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz diese Entwicklung aber mehr als dass es sie fördert“, kritisiert Steffen Reiter. „Hier muss dringend eine praxisgerechte Lösung gefunden werden und der Startpunkt für die Kennzeichnung auf Verpackungen verschoben werden.“

Der VDF sieht den geplanten Start der Kennzeichnung im August 2025 als überhastet und verfrüht. Für einen bundesweiten Start hätten sich viel zu wenige Tierhalter staatlich registrieren lassen. Außerdem fehle es an einer einheitlichen Auslegung der Kriterien und an geeigneten Möglichkeiten zum Downgrading, auch die Datenweitergabe an die Folgestufen in der Produktionskette sei nicht geregelt.

Erprobt, effizient, verlässlich

Privatwirtschaftliche Initiativen wie die Initiative Tierwohl oder die Haltungsform- Kennzeichnung seien „bekannt, erprobt, effizient und verlässlich“, heißt es in einer VDF-Pressemitteilung im Nachgang zur Bundestagswahl, aus der CDU/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz als Sieger hervorgegangen war. Reiter empfiehlt: „Die neue Bundesregierung sollte auf diese bewährten Systeme der Wirtschaft zurückgreifen und sie zu einem verbindlichen Standard für Tierwohl und Verbrauchertransparenz weiterentwickeln.“

Neben dem Bürokratieabbau sieht der Verband die Schaffung von Planungssicherheit und die Stärkung des Außenhandels durch nachdrückliche Initiativen zur Marktöffnung und Verbesserungen bei der Infrastruktur der Häfen als vordringliche Aufgaben an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standort Deutschlands für die Fleischwirtschaft zu verbessern.

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