Vogelgrippe: BMO Nesbitt Burns präsentiert wirtschaftliches Update

Die Vogelgrippe verbreitet sich rasch innerhalb der
Vogelpopulation, es ist aber noch immer sehr schwer möglich, dass sich Menschen anstecken.
Laut Dr. Sherry Cooper, Chief Economist von BMO Nesbitt Burns, kursiert eine ganze Menge an Falschinformationen, die unnötige Ängste und wirtschaftliche Kosten nach sich ziehen. Eine Infektion des Menschen erfordert im Allgemeinen den direkten Kontakt mit krankem oder totem Geflügel. Dies ist am wahrscheinlichsten in Gebieten, wo
das Hausgeflügel in engem Kontakt mit den Menschen lebt – generell in Teilen von Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Eine humane H5N1 Pandemie, sollte diese auftreten, würde wahrscheinlich eher in den Schwellenländern entstehen, als in Europa oder Nordamerika.
In ihrem Bericht mit dem Titel “Die Vogelgrippe: ein
wirtschaftliches Update”, erklärt Dr. Cooper, dass Pandemien, im Gegensatz zu anderen Naturkatastrophen oder Terrorismus, lang
anhaltend und tief greifend sind. Daher ist der rein wirtschaftliche Verlust substanziell und ausgedehnt. Sie konstatiert, dass eine Vogelgrippe-Pandemie zu erheblichen Versorgungs- und Nachfrageeffekten führen würde.
Die Menschen können sich mit H5N1 nicht infizieren, wenn sie durchgegartes Geflügel und Geflügelprodukte zu sich nehmen. Trotzdem,
so Dr. Cooper, muss die Geflügelbranche, insbesondere in Europa, bereits einen schweren Schlag einstecken. Ein Dominoeffekt wird
Branchen wie Erzeuger von Geflügelfutter, Geflügelverarbeiter, Lebensmittelhändler und Restaurants erfassen, besonders jene, die sich auf Geflügel spezialisiert haben. In den USA hat die USD 30 Mrd. schwere Geflügelbranche bereits Einbussen hinnehmen müssen, da die Exporte im Dezember um 28 % gefallen sind und da die Besorgnis herrscht, ein stärkerer Einbruch würde sich anbahnen.

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