Der Rückgang an Auszubildenden im Fleischerhandwerk hat sich 2009 beschleunigt. Nach Angaben des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) gab es 566 weniger neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge und ein um 1701 oder 10,5 Prozent niedrigerem Ausbildungsbestand. So befanden sich insgesamt im letzten Jahr 14.476 junge Menschen zur Berufsausbildung in einem fleischerhandwerklichen Betrieb, zuvor waren es noch 16.177 gewesen. Von dem insgesamt zu verzeichnenden Rückgang konzentrierten sich 60 Prozent auf den Verkauf. Aufgrund weniger Neuabschlüssen 2009 ist 2010 ein weiteres Absinken des Lehrlingsbestands im Fleischerhandwerk sicher.
Weniger Ausbildungsverträge in den beiden Jahren zuvor führten 2009 zu einem Absinken des Bestands an Fleischerlehrlingen um 691 oder 10,0 Prozent. Am Jahresende befanden sich noch 6194 Fleischerlehrlinge in der Ausbildung. Der Rückgang erstreckt sich auf fast das gesamte Bundesgebiet und war in den neuen Bundesländern stärker ausgeprägt als im früheren Bundesgebiet. Bezeichnend für die Ausbildungssituation ist auch die Zahl der vorzeitigen Vertragsauflösungen. 823 Lehrverhältnisse sind von Fleischern oder Ausbildungsbetrieben vorzeitig beendet worden, 248 davon noch während der Probezeit. Bezogen auf die vorzeitigen Vertragsauflösungen blieb die Quote der während der Probezeit gelösten Ausbildungsverhältnisse mit gut 30 Prozent unverändert hoch. Die Anzahl der Verkaufslehrlinge ist 2009 mit einem Rückgang von 10,9 Prozent in fast dem gleichen Verhältnis gesunken wie die der Fleischerlehrlinge. Ende letzten Jahres waren 8282 Fachverkäuferinnen und -verkäufer im Nahrungsmittelhandwerk, Fachrichtung Fleischerei, in die Lehrlingsrollen der Handwerkskammern eingetragen. Das waren 1010 weniger als im Jahr zuvor.