Wertschöpfung durch Upcycling

Beim 14. FEI-Kooperationsforum im Universitätsclub Bonn diskutierten über 100 Industrievertreter und Wissenschaftler den Stand der Technik sowie den Forschungsbedarf für die Lebensmittelwirtschaft. Die Ideen- und Kontaktbörse stand unter dem Schwerpunkt „Upcycling in der Lebensmittelproduktion: Chancen für die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren“. Neun hochrangige Wissenschaftler stellten ihre aktuellen Ergebnisse in den Forschungsfeldern Rohstoffe, Energieströme und Gekoppelte Ströme vor. Zwei Wirtschaftsvertreter präsentierten die Chancen der Lebensmittelindustrie und den Stand der Technik anhand konkreter Beispiele. Im Austausch mit den Teilnehmern wurde der Bedarf an branchenübergreifender Forschung erörtert.

 

Im ersten Themenblock „Rohstoffe“ wurde das Upcycling pflanzlicher Nebenströme aus drei Perspektiven beleuchtet. In einem weiteren Vortrag wurden die Chancen zu mehr Wertschöpfung aus Nebenströmen komplexerer Lebensmittel wie Milch oder Eier vorgestellt.

Zu Fragestellungen wie „Wie können Hochtemperaturwärmepumpen für das Upcycling eingesetzt werden?“ oder „Wie lassen sich Emerging Methods beim Upgrading von Lebensmitteln nutzen?“ wurden Ergebnisse und Erkenntnisse in zwei Vorträgen des zweiten Themenblocks „Energieströme” präsentiert.

Im dritten Themenblock „Gekoppelte Ströme“ standen der Forschungsstand und -bedarf in drei weiteren Vorträgen im Fokus.

Prof. Heike P. Schuchmann vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie Prof. Peter Winterhalter von der TU Braunschweig moderierten als wissenschaftliche Leiter das Kooperationsforum. In ihrem Resümee warben sie für neue Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), da das komplexe Thema Upcycling ein idealer Kandidat für branchenübergreifende und vorwettbewerbliche Forschung sei. Die Abstracts und Präsentationen der Vorträge sowie die Kurzviten der Referenten gibt es unter: www.fei-bonn.de/kooperationsforum-2015.

 

Foto: Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)

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