Das Marktforschungsinstitut Ipsos ermittelte im Mai 2006 in 19 Ländern im Rahmen einer weltweiten Mehrthemenumfrage die Einstellung zur Vogelgrippe.
Die Vogelgrippe erreicht in der Mehrzahl der Länder einen Bekanntheitsgrad von nahezu 100 %. Es sind nicht unbedingt die Länder mit bestätigten H5N1-Fällen, in denen die Angst vor dem Virus besonders groß wäre. So haben beispielsweise in Kuwait 78 % und in Australien 74 % der Befragten angegeben, sehr oder ziemlich besorgt zu sein. In diesen Ländern ist die Krankheit in 2005 bzw. 2006 jedoch nicht ausgebrochen im Gegensatz zu Deutschland (48 %), Frankreich (45 %) und Schweden (24 %), die sich vergleichsweise weniger besorgt zeigen. In den lateinamerikanischen Ländern Brasilien, Argentinien und Mexiko dagegen sind überdurchschnittlich viele Befragte sogar äußerst besorgt wegen der Vogelgrippe, obwohl keines dieser Länder aktuell betroffen ist.
Die Angst vor der Vogelgrippe führt in vielen Ländern zu einer Änderung des Konsums von Huhn und Eiern. 30 % der sehr besorgten Befragten in Saudi Arabien, essen weniger Huhn (30 %). Anders in Polen: Trotz relativ großer Angst vor dem Virus und der Ansteckungsgefahr werden kaum Konsequenzen bezüglich der Ernährung gezogen. In Deutschland essen 18 % der Befragten aufgrund der Vogelgrippe weniger Huhn. Einzig die Schweden lassen sich offensichtlich nicht so leicht von ihren Essgewohnheiten abbringen.