Neben den vielen Gold-Prämierungen hatte sich die Jury bei der mehrstündigen Degustation Anfang Juni in Freyburg darauf geeinigt, 46 Mal Silber und 34 Mal Bronze zu vergeben. 19 Weingüter von Saale und Unstrut haben damit die Qualität ihrer Arbeit auf dem Weinberg und in den Kellern unter Beweis gestellt. Mit dem richtigen Mix aus Sonne und Regen hat auch die Witterung ihren Teil zu den wunderbaren Tropfen des Jahrgangs 2007 beigetragen. So können die Winzer in diesem Jahr sehr spritzige und fruchtbetonte Weine einschenken, die dem Ideal der Rebsorten sehr nah kommen. Viele der für Saale-Unstrut typischen Rebsorten wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder sind daher mehrfache Medaillenträger bei der Landesweinprämierung 2008.
Mitteldeutschlands größter Weinproduzent, die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut, holte mit zwanzig Medaillen die meisten Prämierungen, davon drei Mal Gold. Auch die anderen Qualitätsweingüter bewiesen ein gutes Händchen beim Ausbau ihrer Rebsäfte. So stammen neun prämierte Weine vom Weingut Marcel Schulze. Jeweils sieben Auszeichnungen, unter ihnen auch mehrmals Gold, gehen an das Thüringer Weingut Zahn, das Weingut Mario Thürkind und das Gleinaer Weingut Böhme. Ebenfalls sieben Prämierungen nimmt das Landesweingut Kloster Pforta mit nach Bad Kösen. Mit Gold konnte auch die Beerenauslese des Thüringer Weinguts Sonnenburg bedacht werden, ebenso wie die beiden angestellten Sekte.
Auch in diesem Jahr wurden die besten Weingüter der Landesweinprämierung besonders ausgezeichnet. Den Ehrenpreis des Landesverwaltungsamtes Halle kann das Thüringer Weingut Zahn für sich beanspruchen. Das Gleinaer Weingut Böhme heimst den Ehrenpreis des Burgenlandkreises ein, und die von der Volksbank Halle ausgelobte Ehrung erringt das Weingut Herzer in Rossbach. Um die erfolgreichsten Weingüter für die Ehrenpreise zu ermitteln, wird der Mittelwert aller Punkte gebildet, die die angestellten Weine eines Weinguts erreicht haben.
Die Prüfer konnten maximal fünf Punkte vergeben. Mindestens 3,5 sind für Bronze nötig, 4,0 für Silber und 4,5 für Gold. Die siebenköpfige Jury setzte sich aus erfahrenen amtlich anerkannten Weinprüfern zusammen. In diesem Jahr verkosteten Sven Lützkendorf (Weinkontrolle), Wolfgang Längricht und Ellen Kafka von der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Burgenlandkreis, Rudolf Thürkind (Kellermeister Winzervereinigung Freyburg), Dr. Tobias Haufe (Weinkontrolleur Sachsen) sowie André Zahn (Weingut Zahn) die Rebsäfte in der mehrstündigen Degustation. Die Weine wurden blind verkostet, lediglich Jahrgang, Rebsorte, Qualitätsstufe und Süßegrad waren dem Prüfungsgremium bekannt. Bewertet wurden die Farbe, Klarheit, Geruch, Geschmack und die Harmonie der angestellten Weine.