Frankfurt. Das vergangene Geschäftsjahr konnte die Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes, ZENTRAG eG, mit einem Wachstum von 3,2 Prozent erneut positiv abschließen und blickt optimistisch in die kommenden Jahre. Die Kunden aus dem Fleischerhandwerk sollen künftig noch mehr von der Stärke des mittlerweile größten europäischen Fleischer-Genossenschaftsverbundes profitieren.
„Zwar ist die Lage im deutschen Fleischerhandwerk als stabil zu bezeichnen, doch ins-gesamt stagniert der Markt", sagt Anton Wahl, Vorstandssprecher der ZENTRAG eG. Die Wachstumsstrategie sehe neue Akquisitionen, die Erweiterung im europäischen Ausland, die Suche nach neuen Kooperationspartnern und die Erhöhung der Bedarfsde-ckung bei bestehenden Kunden vor. Bis zum Jahr 2020 strebe die ZENTRAG als Dachorganisation für 53 angeschlossene Wirtschaftsorganisationen einen Umsatz von ca. einer Mrd. Euro an, so Wahl.
Die Strategie für diese ehrgeizigen Ziele ist bereits definiert und strategisch klar formuliert: Großverbraucher sollen durch die erfolgreich seit 2008 am Markt etablierte Gilde Food Service GmbH (GFS), an der 31 Wirtschaftsorganisationen beteiligt sind, vom regiona-len wie überregionalen Leistungsspektrum profitieren. Darüber hinaus konzentriert sich die GFS auch auf eine verstärkte Präsenz im Lebensmittelmitteleinzelhandel und Fach-großhandel.
„Neue Akquisitionen streben wir in erster Linie in Zusammenarbeit mit den Wirtschafts-organisationen vor Ort an, aber wir gehen auch gezielt auf Großhändler in Gebieten zu, die von unseren Wirtschaftsorganisationen nur unzureichend abgedeckt sind", unter-streicht Wahl. So baue man den genossenschaftlichen Verbund aus, der höchste Quali-tät bei den Rohstoffen, neuen Produkten und logistischen Dienstleistungen durch eine starke Gemeinschaft garantiere. Im Visier der Akquisitionen stehen hierbei gut eingeführ-te Mittelständler, die von dem größten Waren- und Dienstleistungsunternehmen der Branche als neue Partner bzw. Mitglieder mit ins Boot genommen werden sollen.
„Partner aus Österreich, Luxemburg – und zuletzt 2009 mit dem Beitritt der MEGO aus der Schweiz – zählen wir bereits zu unseren genossenschaftlich strukturierten Großhan-delspartnern. Diese strategische Entwicklung wollen wir gezielt in weiteren EU-Ländern ausbauen", betont Anton Wahl.