Die Wirtschaftsgruppe Geflügel und Eier (PPE) meldet ein Ergebnis bei der Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes im niederländischen Geflügelsektor. Das von der Regierung gesetzte Ziel ist bereits vorzeitig erreicht: So war es Vorgabe, die Verwendung solcher Mittel bis Ende dieses Jahres um 50 % im Vergleich zu 2009 einzuschränken. Der Antibiotikabericht, den PPE nun vorstellte, weist daher einen entsprechenden Erfolg aus. Dieser ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die niederländischen Betriebe fachliche Unterstützung bei der Verminderung des Antibiotika-Einsatzes erhielten. Betriebe mit hohem Verwendungsgrad wurden bei der Umsetzung zielführender Maßnahmen begleitet, um innerhalb eines festgelegten Zeitraumes sicher auf ein niedrigeres Niveau zu kommen.
Die Arbeitsgruppe Antibiotika-Geflügel bei PPE arbeitet weiterhin an der Reduzierung des Gebrauchs. So wird nun ein Benchmarking in weiteren Stufen der Produktionskette vorgenommen. Die Qualität der Eintagsküken in Brütereien und auch des Tierfutters hinsichtlich Antibiotika soll dabei geprüft und in den Minimierungs-Prozess einbezogen werden. Die Integration von Brütereien und der Tierfutterlieferanten wurde Mitte Oktober mit diesen Betrieben besprochen.
Absatzplus bei Hähnchenfleisch trotz gestiegener Preise
Deutschen essen zunehmend mehr Hähnchenfleisch. Nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg der Absatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % auf 66.853 t. Und dies trotz des Preisanstiegs um 7 % auf 4,75 € pro Kilogramm. Somit weist die Bilanz der ersten drei Quartale eine Zunahme von 6,9 % auf. Das Gesamtvolumen liegt bei 216.904 t, während es im Vergleichszeitraum 2012 noch 202.863 t waren. Der Geflügelfleischabsatz insgesamt verzeichnet ebenfalls ein Plus von 4,6 % im Jahresvergleich der ersten drei Quartale: Hier stieg das Volumen von 292.404 t auf 305.925 t.
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