Bonn. Aktuell findet die Zertifizierung der Höfe statt, die sich beworben und entsprechend der Label-Kriterien umgestellt haben. Das Label steht jedem Unternehmen auf Antrag zu, das die Kriterien der jeweiligen Stufe erfüllt. Mit dem Label erhält der Verbraucher ein Angebot, sich „Für Mehr Tierschutz" zu entscheiden. Bereits bei der Einstiegsstufe liegen die Anforderungen deutlich über den gesetzlichen Regelungen, bei Premiumstufe wird noch mehr Tierschutz garantiert. Mit tierbezogenen Kriterien wird das Management überprüfbar und Impulse für Verbesserungen werden gesetzt. Für großindustrielle Tierhaltung ist das Label nicht erreichbar, denn es gelten Bestandsobergrenzen und Gentechnik ist langfristig ausgeschlossen. Umfangreiche Zertifizierungs- und unabhängige Kontrollsysteme sichern die Aussagen des Labels ab. Während die Einstiegsstufe einen ersten Schritt zu mehr Tierschutz darstellt, entspricht die Premiumstufe den aktuellen Erkenntnissen im Tierschutz und ist damit das Ziel für alle Tiere. Neuland z. B. erfüllt mit seinen Vorgaben die Anforderungen der Premiumstufe des Labels bereits jetzt. Der Einführung des Labels ging eine zweijährige Vorbereitungsphase – vor allem in der Initiativgruppe „Tierwohl-Label" der Universität Göttingen – voraus. Bei der Entwicklung der Labelkriterien wird der Deutsche Tierschutzbund von Arbeitsgruppen u. a. mit Wissenschaftlern aus dem Fachbereich Tierverhalten und Tierschutz und einem rund 20-köpfigen Labelbeirat aus Land- und Fleischwirtschaft sowie gesellschaftlichen Organisationen beraten. www.tierschutzlabel.info
mth/ Redaktion fleischnet.de