Reger Austausch in Niederbayern

Die Themen Verbandsarbeit und -strukturen standen im Fokus der Versammlung der Metzger-Innung Rottal-Inn in Pfarrkirchen. Dazu hatte Obermeister Erwin Kettl auch LIM Georg Schlagbauer und den Obmann Thomas Krinner eingeladen. Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer informierte über aktuelle Themen der Verbandsarbeit und sprach die Erfolge bei den BSE-Tests sowie die Wiederverwendung der Rinderdärme an. Auch die Erleichterungen beim Mindestlohngesetz sieht er auf Nachfrage als Erfolg des Fleischerverbandes. Nur die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen habe dauerhaften Einfluss auf Entscheidungen und bringe so den Erfolg. Ein Verband könne sich aber nur einbringen, wenn er starke Innungen und Mitgliedsbetriebe hat. Dies unterstrich auch der ehemalige Obermeister Hans Höchtl, der die Erfolge der Verbandsarbeit lobte, aber auch herausstellte, dass man weiter kämpfen müsse. Obermeister Erwin Kettl sieht die Zukunft der niederbayerischen Innungen in einer Fusion. Nur so könne die Schlagkraft erhalten werden. Thomas Krinner bremste ihn etwas und betonte, dass eine Fusion nicht sofort umsetzbar sei. Dies benötige Zeit, um es gemeinsam zu diskutieren. Er schlug Gespräche im kleineren Rahmen mit den Obermeistern vor. Laut Georg Schlagbauer begrüßt der Verband solche Entwicklungen greift den Innungen organisatorisch gerne unter die Arme: „Der Anschub muss allerdings aus den Innungen kommen!“.

 

Aber: Nicht alle Leistungen des Verbandes sind bei allen Innungsbetrieben präsent. Oft fehlen Informationen, die zwar vorhanden sind, aber nicht bis in den Betrieb kommen. Pressereferent Stefan Ulbricht sprach einige Leistungen an und forderte die Mitglieder auf, sich bei Problemen an den Verband zu wenden: „Nutzen Sie die vorhanden Strukturen. Diese sind individuell auf Sie zugeschnitten.“ Von der arbeitsrechtlichen über die betriebswirtschaftliche bis zur technisch-technologischen Beratung sei man für die Betriebe da. „Auch als Seelentröster tut der Verband seine Pflicht“, fügte er hinzu und lud die Betriebe nach Augsburg ein. Es sei wichtig, dass der Verband kein anonymer Dienstleister sei, sondern erster Ansprechpartner bei allen Themen rund ums Unternehmen. www.handwerk-rottal.de, www.fleischerverband-bayern.de

 

Foto: Fleischerverband Bayern

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