Der Unternehmer Clemens Tönnies evaluiert neue Geschäftsfelder: Nach Angaben der Lebensmittel Zeitung hat er ein Pilotprojekt für die Herstellung von Hundenahrung aufgesetzt. Dieses sei in einer Testphase. „Wir probieren etwas bei Tiernahrung. Im sehr kleinen Stil, aber ernsthaft”, so ein Sprecher des Unternehmens. Entschieden sei bisher noch nichts. „Tönnies wird künftig bei Heimtiernahrung eine größere Rolle spielen”, beschreibt ein Manager die Tragweite des Projektes. Mit der Sondierung des neuen Geschäftsfeldes wurde Frank Duffe, einer der drei Geschäftsführer auf Gruppenebene, betraut. Auch das unterstreicht, dass es sich um mehr als ein Gedankenspiel bei Deutschlands größtem Schweineschlachtbetrieb handelt. Frank Duffe war auch Geschäftsführer einer Beteiligung von Tönnies – der Veracus GmbH, die im Dezember 2012 zugekauft wurde.
Damit hat sich der Unternehmer auch Expertenwissen ins Haus geholt. Das Bremer Unternehmen wurde vom Veterinär und Ex-Mars-Petfood-Mitarbeiter Wilfried Tiegs aufgebaut. Es vermarktet etwa Produkte aus Biestmilch – Muttermilch von Rindern wenige Tage nach der Geburt – die zur Stärkung der Abwehrkräfte bei Tieren oder Menschen eingesetzt wird. Auch die 2014 gegründete Tochter Nord Ingredients verkauft Schlachtnebenprodukte als Grundstoffe an die pharmazeutische Industrie sowie an Heimtiernahrungshersteller. Für Tönnies könnte das neue Geschäftsfeld eine attraktive Verlängerung seiner Wertschöpfungskette sein, mit funktionellen Feuchtprodukten, die im oberen Preisband und nicht im preislich hart umkämpften Massenmarkt angesiedelt sind. Der Private-Label-Markt ist in diesem Feld mit starken Unternehmen wie Ospelt, Saturn oder Deurer eng besetzt, die breit aufgestellt sind und längst als Konsolidierungstreiber agieren. www.toennies.de
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