Das Fleischunternehmen Vion öffnet virtuell seine Türen und gewährt Einblick in die Produktionsprozesse an seinen deutschen Standorten. Francis Kint, CEO der Vion Food Group, stellte auf einem Kongress in Frankfurt die Transparenzinitiative und die neue Website www.vion-transparenz.de vor.
In Videos, Texten, Fotos und Grafiken werden Fakten zur Schlachtung und Zerlegung von Schweinen und Rindern bei Vion verständlich dargestellt. Als erstes Unternehmen der Branche veröffentlicht Vion ab sofort fortlaufend echte Daten, aktuelle Untersuchungsergebnisse und unabhängige Auditberichte. So können Kunden und Verbraucher direkt die Qualität der Arbeit in den Betrieben und die Qualität des Fleisches nachvollziehen. Ergänzt wird das Informationsportal durch ein Forum für die transparente Beantwortung von Verbraucherfragen.
„Objektives und faktenbasiertes Informationsangebot“
Nachdem das Unternehmen vor fünf Jahren in Deutschland eine tierschonende Schweinefleischproduktion in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund angestoßen hatte und bereits seit zwei Jahren fortlaufend Kontrollergebnisse in den Niederlanden veröffentlicht, geht Vion nun in Deutschland einen Schritt weiter. „Wir wollen mit unserer Transparenzinitiative ein objektives und faktenbasiertes Informationsangebot schaffen, bei dem sich interessierte Verbraucher und Interessengruppen direkt ein Bild von unserer Arbeit und den Ergebnissen der Kontrollen machen können“, sagte Francis Kint.
Die Website zeigt, wie Vion arbeitet, dokumentiert die Ergebnisse der Kontroll- und Überwachungsmechanismen und bietet in einem Forum die Möglichkeit zu Anfragen aus der Öffentlichkeit. Ein Expertenteam aus dem Bereich Qualitätsmanagement beantwortet zeitnah und im Internet für alle sichtbar Sach- und Fachfragen. Darüber hinaus wird Vion ab sofort auch Antworten auf Medienanfragen zu Qualitäts- und Tierschutzthemen sowie News aus dem Konzern auf der Website veröffentlichen.
Von der Anlieferung bis zur Auslieferung
Zwei Filme dokumentieren in einzelnen Schritten detailliert den Produktionsprozess von der Anlieferung der Tiere am Schlachthof bis zur Auslieferung des zerlegten Frischfleisches. Alle deutschen Standorte sind in den Transparenzprozess eingebunden. Jeder einzelne Produktionsbetrieb wird auf einer eigenen Unterseite vorgestellt. Auf einer Karte zeigt Vion die Herkunftsgebiete der Schlachttiere und veröffentlicht die Zertifizierungen und Auszüge von Auditberichten für den Standort.
Ergänzend zur neuen Website schafft das Unternehmen ein in der Branche neues digitales Transparenzangebot. „Bereits seit Jahren macht Vion durch Etikettierung und über Datenbanken die Herkunft des Fleisches transparent“, sagt Qualitätsmanager Dr. Gereon Schulze Althoff. „Über die Plattformen fTrace und mynetfair können Verbraucher zusätzlich vor und nach dem Kauf des Fleisches mittels Verlinkung direkt Einblick in die Produktionsbedingungen des Fleisches nehmen.“
Die Transparenzinitiative erntet in der Branche Lob und Kritik gleichermaßen. Thomas Vogel, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Fleischwarenindustrie, lobte Vion in der Tageszeitung „Die Welt“: „Es ist zu hoffen, dass die Transparenz-Website kein isoliertes Phänomen bleibt.“ Gegenwind kommt vom Konkurrenten Westfleisch. Ein Sprecher des Münsteraner Unternehmens erklärte ebenfalls in „Die Welt“, dass Laien mit einer Vielzahl von Daten konfrontiert würden, die sie nur schwerlich korrekt interpretieren könnten: „Aus unserer Sicht ist diese Art von Transparenz kontraproduktiv.“ www.vion-transparenz.de
Das ist die Vion Food Group
Vion ist ein internationaler Fleischproduzent mit 25 Produktionsstandorten in den Niederlanden und in Deutschland und Vertriebsstellen weltweit in 16 Ländern. 2015 erzielte der Konzern einen Umsatz von 4,6 Mrd. €.
Foto: Vion