Forscher haben herausgefunden, dass eine steinzeitliche Form des Südtiroler Specks offenbar auch die letzte Mahlzeit des Steinzeitmenschen Ötzi war. Das erklärte der Mumienexperte Albert Zink nun bei einem Vortrag in Wien. „Damit wäre der steinzeitliche Speck der nachweislich älteste Rohschinken, ja vielleicht älteste Fleischware überhaupt“, erklärt das Südtiroler Speck Consortium. Bereits damals wusste man scheinbar den Geschmack des Südtiroler Specks zu schätzen – als geräuchertes und luftgetrocknetes Produkt lässt er sich sehr gut konservieren. Aus der Notwendigkeit heraus, Fleisch der zur Weihnachtszeit geschlachteten Schweine zu konservieren, entstand der Südtiroler Speck. In der traditionellen Küche Südtirols galt er als das Nahrungsmittel der Bauern sowie wichtige Protein- und Kraftquelle für die Arbeit auf dem Feld. Mit der Zeit etablierte sich der Speck zu einer wichtigen Speise für Banketts und Feste – auch heute ist er, serviert mit Brot und Wein, die beliebteste Südtiroler Marende.
Als geschütztes Markenprodukt verdankt der Südtiroler Speck g.g.A. dem typisch würzigen Geschmack und der engen Verbundenheit mit seinem Herkunftsland. Die Speckherstellung dort vereint zwei Herstellungsverfahren: leicht geräuchert und danach an der frischen Bergluft gereift, ganz nach alter Bauerntradition. www.speck.it
Fotos: Südtiroler Archäologiemuseum, Südtiroler Speck Consortium