Gut 40 Personen folgten Anfang September der Einladung der Fleischer-Innung Münster zur „‚Kleinen Fleischkunde“. Im Rahmen der Tagestour zu verschiedenen Stationen im Münsterland entwickelten sich lebhafte Gespräche zwischen Experten und Laien. „Wir wollen vor den Kochkursen und vor dem Grillfest ansetzen“, begrüßte Jan-Hendrik Schade, Geschäftsführer der Innung, die Interessierten. „Wer sich dafür begeistert, etwas Schmackhaftes auf den Tisch zu bringen, wird sich auch mit der Qualität der Lebensmittel auseinandersetzen, die er dafür benutzt. Unsere Innungsmitglieder kennen nicht nur die beste Verwendung für die unterschiedlichen Fleischstücke, sie wissen auch, wo die Tiere herkommen und wie sie gehalten wurden“, betonte er.
Dass Haltung und Verarbeitung nicht nur eine Gewissensfrage sind, sondern auch direkten Einfluss auf die Qualität des Nahrungsmittels Fleisch haben, davon überzeugten Elmar Wecks (Nuregio) und die Fleischermeister Bernd Holstiege, Alfons Meyer und Rainer Eschrich die Teilnehmer. Die erste Station waren die Hochlandrinder von Elmar Wecks, die ganzjährig im Freiland leben. Die Teilnehmer erhielten detaillierte Infos zu den Vor- und Nachteilen der extensiven Haltung, den Besonderheiten verschiedener Rinderrassen sowie den Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts.
Im Außenbereich der Ofensetzerei Neugebauer in Nordwalde zerlegte Fleischermeister Bernd Holstiege dann eine ganze Rinderkeule fachmännisch und mit Witz und beantwortete Fragen. Dann legten die Gäste unter der Anleitung des „wilden Metzgers“ Conrad Baierl selbst Hand an. Beim Herstellen der eigenen Bratwurst kam auch eine Outdoorküche zum Einsatz. Fleisch wurde gewolft, Gewürze bestimmt und passend zusammengestellt. Zum Schluss wurde die Wurst gefüllt und abgedreht. Neben der Verkostung dieser Würste testeten die Gäste auch verschiedene Rindersteaks und eine mediterranen Gemüsepfanne vom Grill. Die Bilanz fiel bei Gästen wie Veranstaltern durchweg positiv aus. www.fleischer-innung-muenster.de
Foto: Kreishandwerkerschaft Münster