Multivac Werk 2

Ein Dank an starke Partner

Smart Factory Day bei Multivac

Zukunftstechnologien, die bereits heute Realität sind: Ende Januar 2026 organisierte die Multivac Group einen Smart Factory Day für am Bau beteiligte Partnerunternehmen und deren Kunden im neuen Werk 2 am Allgäuer Stammsitz. Rund 70 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil. Die hochmoderne Produktionsstätte für die Teilefertigung und Ersatzteillogistik wurde Ende 2025 fertiggestellt und bereits sukzessive in Betrieb genommen.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Dr. Christian Lau, Geschäftsführender Direktor (COO) der Multivac Group, stand eine Werksführung durch die neue Fertigung und das neue Logistikzentrum auf der Agenda. Die Veranstaltung bot zudem Raum zum Austausch und Networking.

„Ein Projekt wie unser Werk 2 kann nur mit starken und zuverlässigen Partnern realisiert werden“, resümierte Lau. „Als Zeichen unserer Wertschätzung haben wir diesen Tag als Referenzkundenbesuch für unsere Partner organisiert. Wir möchten uns herzlich bei allen Partnern, Lieferanten und Kollegen bedanken, deren Engagement und Ideen dazu beigetragen haben, dieses Großprojekt erfolgreich in die Tat umzusetzen.“

Wo die Zukunft schon heute gemacht wird

Auf 27.500 Quadratmetern Gesamtfläche ist ein hochmodernes Werk entstanden, das die Zukunft der automatisierten Fertigung und Ersatzteilversorgung bereits heute abbildet. Rund 60 Millionen Euro flossen in das Gebäude, weitere 40 Millionen Euro in Technik und Prozesse.

Um seiner Nachhaltigkeitsstrategie gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auch am neuen Produktionsstandort auf Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Grundwasser zur Gebäudekühlung, Heizsysteme mit Geothermie, Bio-Fernwärme sowie eine firmeneigene Photovoltaik-Anlage ermöglichen eine völlig klimaneutrale Energieversorgung des Werks.

Automatisierung spielt eine zentrale Rolle im neuen Werk: Vollautomatisierte Prozessketten kommen in der Einlagerung, in weiten Teilen des Fertigungsprozesses sowie beim Warenausgang zum Einsatz. Modernste Technologien wie fahrerlose Transportsysteme und Industrieroboter, die CNC-Bearbeitungsmaschinen bedienen und die Effizienz und Präzision der Produktion erhöhen, sollen auch auf den zunehmenden Arbeitskräftemangel vorbereiten.

One-Piece-Flow als Herzstück

Das Herzstück der Smart Factory bildet ein weltweit einmaliges Konzept: der „One-Piece-Flow” bei Losgröße 1, das heißt bei individuell gefertigten Produkten. Die eigens entwickelte Software ordnet jedem generierten Rohmaterial-Zuschnitt ein spezifisches Behältnis zu, das den gesamten Wertstrom begleitet. Alle Ortsbewegungen werden gescannt und im Extended Warehouse Management System (EWM) erfasst. Dadurch entsteht eine 100-prozentige Kontrolle aller Warenbewegungen, komplett digital.

Neben dem Fertigungsbereich beherbergt das neue Werk 2 auch ein hochmodernes Logistikzentrum. Dieses ist weit mehr als ein reines Ersatzteillager. Es fungiert als strategischer Knotenpunkt für die gesamte Unternehmensgruppe und bündelt die Ersatzteilversorgung für Multivac, TVI und perspektivisch auch Fritsch unter einem Dach.

Auf einer Logistikfläche von 9.500 Quadratmetern werden 50.000 bis 60.000 verschiedene Materialien gelagert – von Kleinteilen bis zu komplexen Komponenten. Mit rund 10.000 Palettenstellplätzen und 48.000 Behältern verfügt das Zentrum über eine beeindruckende Kapazität, die dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens Rechnung trägt.

Ersatzteile, die über den Webshop bis 16 Uhr bestellt werden, verlassen noch am selben Tag das Logistikzentrum. Diese Same Day-Lieferung kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen und Maschinenstillstände auf ein Minimum reduzieren. Kunden in ganz Europa ebenso wie die weltweiten Multivac-Logistikzentren profitieren von einer höheren Lieferbereitschaft und -geschwindigkeit.

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