Mit einem neuen Ausbildungszentrum für technisch-gewerbliche Berufe in Neubrandenburg verbindet Weber Food Technology Theorie und Praxis und stärkt die Ausbildung in der Region. An der feierlichen Eröffnung nahmen auch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Nico Klose, Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, teil. Pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahrgangs schafft das Familienunternehmen damit zusätzliche Kapazitäten für eine praxisnahe und zukunftsorientierte Qualifizierung. Aktuell bildet Weber am Standort Neubrandenburg 35 junge Menschen in acht verschiedenen Berufen aus; im September beginnen zwölf weitere Nachwuchskräfte ihre Ausbildung. „Zukunft entsteht nicht dadurch, dass wir auf Veränderungen warten. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Mit dem neuen Ausbildungszentrum übernehmen wir Verantwortung: für junge Menschen, für den Standort Mecklenburg-Vorpommern und für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, betont Tobias Weber, CEO von Weber Food Technology.
Moderne Technologien
Das Ausbildungszentrum vereint Werkstätten und Labore mit einem eigenen Theorie- und Digitalbereich. Fachliche Grundlagen, praktische Übungen und digitale Anwendungen können dadurch eng miteinander verbunden werden. Moderne Technologien und aktuelle Entwicklungen in der Industrie sind von Beginn an Teil der Ausbildung und bereiten die Nachwuchskräfte gezielt auf eine zunehmend digitalisierte und automatisierte Produktion vor. Die Inhalte orientieren sich dabei an den schulischen Ausbildungsplänen und den betrieblichen Anforderungen.
Reale Wertschöpfung
Ein Teil der praktischen Ausbildung, der bislang extern bei Verbundpartnern stattfand, wird künftig ins neue Ausbildungszentrum integriert. Dafür stehen u.a. eigene Schweißkabinen und Zerspanungszentren zur Verfügung. So lassen sich die individuellen Stärken der Auszubildenden frühzeitig erkennen und gezielt fördern. Darüber hinaus lernen sie bereits während ihrer Ausbildung Weber-spezifische Arbeitsmittel und Tools kennen. Das erleichtert nach dem Abschluss den Einstieg in den jeweiligen Einsatzbereich und verkürzt die betriebliche Einarbeitungszeit. Zugleich bleibt die Ausbildung eng mit der realen Wertschöpfung bei Weber verbunden: Die Auszubildenden fertigen künftig Bauteile für konkrete Kundenaufträge, die später in Maschinen für die Lebensmittelindustrie verbaut werden. Damit übernehmen die Nachwuchskräfte früh Verantwortung und leisten einen sichtbaren Beitrag zu realen Projekten. Das stärkt die Wertschätzung für die eigene Arbeit und fördert die fachliche Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
Teilqualifikationen der IHK
Auch über die eigene Nachwuchsförderung hinaus trägt das neue Ausbildungszentrum dazu bei, die Ausbildungskapazitäten in der Region auszubauen. Denn das Angebot richtet sich nicht nur an eigene Auszubildende: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Teilqualifikationen der Industrie- und Handelskammer. Die anerkannten und zertifizierten Module ermöglichen es, berufliche Kompetenzen gezielt aufzubauen, Quereinstiege zu erleichtern und schrittweise auf einen Berufsabschluss hinzuarbeiten. Damit trägt das Unternehmen über den eigenen Fachkräftebedarf hinaus zur beruflichen Qualifizierung in Mecklenburg-Vorpommern bei.
Unternehmerische Verantwortung
Mit dem Ausbildungszentrum investiert das Familienunternehmen gezielt in Menschen und schafft einen Ort, an dem Nachwuchskräfte auf die Anforderungen der modernen Industrie vorbereitet werden. „Die Anforderungen an die Ausbildung verändern sich: Digitalisierung, Automatisierung und neue industrielle Prozesse verlangen heute andere und teilweise umfassendere Kompetenzen als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfe der Auszubildenden vielfältiger. Weber nimmt diese Entwicklung zum Anlass, die Qualität, Inhalte und Praxisnähe der Ausbildung noch stärker selbst zu gestalten“, erklärt Mike Hermann, Prokurist und Produktionsleiter am Weber Standort Neubrandenburg. Damit setzt Weber ein klares Signal für unternehmerische Verantwortung und für die Zukunft des Standorts Mecklenburg-Vorpommern.
Im Profil: Vom gewichtsgenauen Schneiden und Verpacken von Wurst, Fleisch, Käse und veganen Ersatzprodukten bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen für Ready Meals, Pizzen, Sandwiches und weitere Convenience-Produkte: Weber Food Technology ist ein Systemanbieter für Lebensmittel wie Aufschnitt- und Stückware sowie das Automatisieren und Verpacken von Frischeprodukten. Zentrales Ziel des Unternehmens ist es, Kunden das Leben mithilfe herausragender, individueller Lösungen einfacher zu machen und ihnen den optimalen Betrieb ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu ermöglichen. Rund 2.100 Mitarbeiter/-innen an 27 Standorten in 22 Nationen werden beschäftigt. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz und wird von Tobias Weber, dem ältesten Sohn des Firmengründers Günther Weber, als CEO geleitet.