Bonn. Die Nachfrage nach Geflügelfleisch ist vor dem Hintergrund der BSE-Problematik in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Dies macht sich insbesondere bei frischen Hähnchen und Hähnchenteilen bemerkbar. Aber auch das Tiefkühl-Sortiment lässt sich besser absetzen.
Nach Angaben der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH in Bonn zogen die Preise auf den vorgelagerten Marktstufen daraufhin deutlich an. Die Konsumenten müssen beim Einkauf von Hähnchenfleisch damit rechnen, dass nun auch vom Einzelhandel mehr verlangt wird als bisher. Nach den repräsentativen Verbraucherpreiserhebungen der ZMP auf der Ladenstufe kosten frische Brathähnchen derzeit durchschnittlich 6,50 DM je Kilogramm, rund einen Groschen mehr als im Vorjahr. Für gefrorene Ware verlangen die Geschäfte bundesweit 3,50 DM je Kilogramm, sieben Pfennig weniger als vor Jahresfrist.
Ebenfalls rege gekauft wird Putenfleisch. Dadurch hat sich die Situation hier schlagartig verändert und der Markt ist unterversorgt. Für die Verbraucher bedeutet dies in den kommenden Wochen wohl anziehende Preise. Frische Putenschnitzel gab der Einzelhandel zuletzt im Mittel für 15,90 DM je Kilogramm ab, das waren 50 Pfennig mehr als im Dezember 1999.