Ein Teil der steigenden Nachfrage wird durch Einfuhren aus dem Ausland abgedeckt, vor allem bei Tomaten und Gurken, zum Teil aber auch bei Möhren und Zwiebeln. Trotz der steigenden Nachfrage aus dem Bio-Fachhandel und dem Lebensmitteleinzelhandel wächst daher der Preisdruck für die deutschen Erzeuger. Aber nicht nur Auslandsware sorgt für Preisdruck; wegen fehlender Lagermöglichkeiten, mandelnder Liquidität sowie wegen uneinheitlicher Sortierungen aufgrund mangelnder Aufbereitungsmöglichkeiten sehen sich einige deutsche Erzeuger zeitweise gezwungen, ihre Bioware zu Preisen abzugeben, die nicht der eigentlichen Marktlage entsprechen.
Die Anbauflächen für Bio-Gemüse sind seit 2001 nur um fünf Prozent beziehungsweise 400 Hektar auf 8.400 Hektar in 2004 ausgeweitet worden. Der Öko-Anteil an der Gesamtgemüseanbaufläche in Deutschland liegt damit bei 7,83 Prozent. Beim Industriegemüse ist der Öko-Anteil mit 9,5 Prozent höher. Das hängt maßgeblich mit dem wachsenden Einsatz von Rohware aus biologischer Erzeugung für Babynahrung und Tiefkühlprodukte zusammen. Insgesamt wurden hierzulande zwischen 2001 und 2004 jährlich 183.000 Tonnen bis 206.000 Tonnen Bio-Gemüse erzeugt. Das sind gut sechs Prozent der gesamten deutschen Gemüseproduktion.
Quelle: ZMP