Brüssel. Wie die Europäische Kommission berichtete, wurden aus der Gemeinschaft in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres bezogen auf das Produktgewicht insgesamt gut 444.100 t Schweinefleisch nach Drittstaaten geliefert; das waren fast 30 % mehr als die Menge in der entsprechenden Zeit von 2010, die allerdings noch von den negativen Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise geprägt war. Wichtigster Abnehmer war auch zum Jahresauftakt 2011 Russland, das seine Bezüge um 29 % auf mehr als 122.200 t steigerte. Nach Hongkong und China wurden in der aktuellen Berichtsperiode fast 70.700 t sowie 36.150 t EU-Schweinefleisch geliefert, was einer Steigerung um jeweils ein Viertel entsprach.
Die Ausfuhren nach Südkorea nahmen um 150 % auf 37.200 t zu; der relativ starke Anstieg dieser Lieferungen hängt mit der durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bedingten Verknappung des Fleischangebotes in Südkorea zusammen. Die Regierung in Seoul reagierte auf die heftigen Preisaufschläge mit Erleichterungen bei der Fleischeinfuhr.
Das südkoreanische Finanzministerium teilte kürzlich mit, dass das bis Ende Juni 2011 befristete Null-Zoll-Importkontingent für Schweinefleisch um 20.000 t auf 80.000 t aufgestockt werde.
Der Schweinefleischexport der EU-27 nach Japan wuchs in den Berichtsmonaten um 11 % auf 34.800 t. Weitere wichtige Abnehmerländer waren die Philippinen, die Ukraine, Weißrussland, die USA, Kroatien, Angola und Australien.
Im vergangenen Jahr hatte die EU die Rekordmenge von 2,69 Mio. t Schweinefleisch exportiert. Gleichzeitig waren 2010 rund 43.400 t Schweinefleisch eingeführt worden; im Berichtszeitraum belief sich der Import auf knapp 6.000 t, wovon die Hälfte aus der Schweiz kam. (AgE)