Lemgo. Die Referenten aus der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie und Wissenschaft stellten mehr als 70 Teilnehmern praxisorientierte Grundlagen, Technologieanforderungen und innovative Produktkonzepte der Emulgier- und Homogenisiertechnologie vor. Bei der Herstellung stabiler Emulsionen, z. B. Dips, Majonnaise oder Margarine, ist das Zusammenspiel zwischen Produktrezeptur und Prozess- bzw. Verfahrenstechnologie die große Herausforderung. Emulgator, Maschinentyp, Scherraten, Verweilzeiten sind weitere wesentliche Parameter, die bei der Herstellung von Emulsionen Berücksichtigung finden. Der Geschmack ist auch ein wichtiger Aspekt, der genau von den Experten betrachtet wird. So ist das mouth-feeling, Glanzeigenschaft, Fettgehalt im ständigen Einklang mit den Anforderungen des Kunden zu bringen. Homogenisier- und Emulgierprozesse haben die Experten generell im Griff. Es gibt aber neue energie- und materialschonende, also nachhaltige Verfahren, die angesichts steigender Kosten immer bedeutsamer werden. Die Nachfrage nach diesen ressourcenschonenden und materialeffizienten Verfahren wird immer deutlicher.
Im Netzwerkprojekt „NeNa" haben sich Partner aus der Lebensmittelbranche zusammengeschlossen, um nachhaltige Konzepte auf den Weg zu bringen. Das Institut für LebensmitteltechnologieNRW (ILT.NRW) ist wissenschaftlicher Partner des Netzwerkprojektes. Das ILT.NRW, Bereich Verfahrenstechnik, forscht im Bereich der Homogenisier- und Emulgiertechnik und beschäftigt sich mit der Methode der Gegenstrominjektion, deren Apparatetechnik aus der Polyurethanindustrie stammt und die zur Emulsionsherstellung in der Lebensmittel- und auch Kosmetikbranche bisher nicht angewendet wird. Das Netzwerkprojekt „NeNa-Netzwerk für nachhaltige Prozesse in der Lebensmittelindustrie" wird von der Food-Processing Initiative (FPI) e.V., Bielefeld koordiniert. Die Tagung wurde vom ILT.NRW und dem FPI e.V. durchgeführt. www.foodprocessing.de
mth/ Redaktion fleischnet.de