Gestern ging der zweite internationale SAVE FOODKongress zu Ende. Mehr noch als bei der Auftaktveranstaltung vor drei Jahren hat die zweitägige Veranstaltung gezeigt, wie Nahrungsmittelverluste und -verschwendung über die gesamte Wertschöpfungskette bekämpft werden können. Dazu trugen prominente Gäste und Teilnehmer wie etwa Vertreter von FAO und UNEP, der senegalesische Minister und Musiker Youssou N’Dour oder die ehemalige Bundesministerin Renate Künast ebenso bei wie zahlreiche Vorträge und Workshops, die praktische Lösungsansätze und -möglichkeiten identifizierten.
Außerdem präsentiert der Innovationparc Packaging über die zwei Kongresstage hinaus, noch für die gesamte Dauer der interpack, Best Practices und aktuelle Projekte aus dem Bereich der Industrie, mit denen sich Nahrungsmittelverluste sowohl in den Erzeugerländern als auch bei Handel und Verbrauchern minimieren lassen. Auch UNEP und FAO zeigten hier umfassende Fallstudien als Basis für konkrete weitergehende Maßnahmen.
Eingeladen zum Kongress hatte die Initiative SAVE FOOD als Zusammenschluss der Messe Düsseldorf, der FAO und der UNEP. Der Kongress fand unmittelbar vor Beginn der interpack, der weltweiten Leitmesse für Verpackungs- und verwandte Prozesstechnologie statt. Gerade die Verpackungstechnologie kann mit intelligenten Lösungen erheblich zur Beseitigung des Problems von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung beitragen.
Der zweite internationale SAVE FOOD Kongress setzte an beiden Tagen unterschiedliche Schwerpunkte. So stand der siebte Mai vornehmlich im Zeichen politischer und gesellschaftlicher Aspekte, während der achte Mai vornehmlich auf die Perspektive der Wirtschaft fokussierte. Dennoch durchzog an beiden Tagen ein Thema den gesamten Kongress als roter Faden: Es ging darum, Allianzen zu bilden und zu stärken – Zusammenschlüsse aller beteiligten Akteure aus der Nahrungsmittel-Wertschöpfungskette, die mit unterschiedlichen Kompetenzen und Ressourcen neue Möglichkeiten erschließen.
Zum Ende des zweiten internationalen SAVE FOOD Kongresses unterzeichneten die Referenten eine Deklaration, die eine weitere enge Kooperation zur Erarbeitung innovativer Lösungen festschreibt. Sie bekundeten damit die Absicht, einheitliche Strategien zu nutzen und konstruktive Maßnahmen auf betrieblicher, institutioneller und nationaler Ebene zu entwickeln.