Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen dem Bundesinstitut für Risikobewertung und der UCPIA stehen der Austausch von Erkenntnissen bei der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzmittelrückständen in und auf Lebens- und Futtermitteln, aber auch die Tiergesundheit bei lebensmittelliefernden Tieren und die Sicherheit von Erzeugnissen, die von ihnen gewonnen werden. Es soll Expertise auf dem Gebiet der Risikobewertung und der Risikokommunikation in Uruguay aufgebaut werden. Dabei geht es vor allem darum, spezifische wissenschaftliche Erkenntnisse für das Risikomanagement zu erarbeiten. Ziel ist es, auf wissenschaftlicher Basis die Lebensmittelsicherheit und den gesamten gesundheitlichen Verbraucherschutz weiter zu entwickeln. Uruguay ist ein bedeutender Handelspartner und Lieferant von landwirtschaftlichen Produkten in die EU. Nach Europa werden vor allem Lebensmittel wie Getreide und Futtermittelrohstoffe, zum Beispiel Sojabohnen, exportiert. Deutschland ist der wichtigste europäische Handelspartner Uruguays.
„Das BfR und unser Partner, die UCPIA in Uruguay, werden deshalb künftig ihr Wissen auf dem Gebiet der Risikobewertung intensiv austauschen. Wir werden Wissenschaftler auf den entsprechenden Fachgebieten durch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen schulen und Forschungsprojekte zur Lebensmittelsicherheit zusammen bearbeiten“, sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Uruguay ist bestrebt, sein System der Lebensmittelsicherheit an den neuen internationalen Konzepten und Strategien auszurichten“, fügte der Minister für Landwirtschaft und Fischereiwesen Uruguays, Tabaré Aguerre, hinzu. Bereiche wie die Lebensmittelüberwachung, die Risikobewertung und die Risikokommunikation möchte die Regierung Uruguays neu strukturieren und modernisieren. Die Zusammenarbeit zwischen dem BfR und der UCPIA erfolgt auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und wird von diesem unterstützt.