Die NRW-Landesregierung bereitet derzeit eine Bundesratsinitiative zur gesetzlichen Regelung der Haltung von Mastputen vor.
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:
“Die Mast von Puten ist für die meisten Tiere ein sehr schmerzhafter Prozess. Die Tiere leiden unter entzündeten Fußballen, Blasenbildungen an der Brust und Beinschwächen auf Grund des hohen Gewichts in der Endphase der Mast. Die Ursache dafür liegt in einer Kombination aus Überzüchtung und unzureichenden Haltungsbedingungen. Daraus resultieren für die Tiere eine Vielzahl von Belastungen, wie etwa Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Skelettsystems und auch Atemwegserkrankungen. Dass viele Puten diese intensive Art der Mast oft nur durch einen hohen Einsatz von Medikamenten überstehen, zeigt ein Fachbericht des NRW-Verbraucherschutzministeriums von November 2014. Demnach werden in neun von zehn Mast- und Aufzuchtdurchgängen in der Putenhaltung Antibiotika zur Behandlung von Krankheitssymptomen eingesetzt. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist Ziel einer Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung, deren Eckpunkte auf der Grünen Woche in Berlin vorgestellt wurden und mit der gesetzlich vorgeschriebene Haltungsbedingungen vorgegeben werden sollen.”
Der Forderungskatalog zur Putenhaltung kann heruntergeladen werden unter www.umwelt.nrw.de.
Informationen zu den Antibiotikastudien des NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums sind zu finden unter https://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse141125.php