Das 16. Kooperationsforum des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) in Bonn fand unter dem Motto „Food Fraud, Food Safety und Food Profiling – Neue Verfahren für sichere und authentische Lebensmittel“ statt. Zu dieser Ideen- und Kontaktbörse kamen über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft. Nie waren Lebensmittel so sicher wie heute – und nie zuvor gab es umfassendere Möglichkeiten, ihre Sicherheit und Authentizität kontinuierlich zu prüfen. Doch der globale Handel mit Rohstoffen, wenige „schwarze Schafe“ und der hohe Kostendruck machen es Lebensmittelherstellern nicht leicht, dies auch kontinuierlich sicherzustellen. Das gilt vor allem für mittelständische Unternehmen, die auf branchenübergreifendes Know-how angewiesen sind.
Nach einem Einführungsvortrag eines Handelschemikers stellten neun hochrangige Wissenschaftler aktuelle Ergebnisse aus ihren Arbeiten vor. Im Austausch mit den Teilnehmern wurde der Bedarf an branchenübergreifender Forschung diskutiert, um die Sicherheit und Authentizität von Lebensmitteln auch in Zukunft durch anwendungsorientierte Verfahren und Technologien sicherstellen zu können.
Prof. Dr. Markus Fischer (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Siegfried Scherer (TU München) moderierten die Veranstaltung. „Die Verfügbarkeit modernster Methoden in der Lebensmittelanalytik sowie das explodierende molekulargenetische Wissen über Krankheitserreger sind die ideale Basis für anwendungsorientierte Forschungsprojekte, mit deren Ergebnissen die Sicherheit und Authentizität unserer Lebensmittel auch unter den herausfordernden Rahmenbedingungen einer globalisierten Wirtschaft gewährleistet werden können“, so der Lebensmittelmikrobiologe Scherer. In ihrem Resümee warben beide für neue Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), da das Themenfeld ein idealer Kandidat für branchenübergreifende und vorwettbewerbliche Forschung sei. www.fei-bonn.de
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